Zecken vorbeugen: So schützt du dich im Garten und im Alltag
Effektiver Zeckenschutz für Garten, Wald und Alltag – richtige Kleidung, Repellents, Gartenpflege und was nach dem Aufenthalt im Freien zu tun ist.
Das RKI hat 2026 zwei neue FSME-Risikogebiete ausgewiesen – jetzt 185 Kreise. Wo das Risiko besonders hoch ist, was sich ändert und wie du dich schützt.
Hinweis
Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen zu FSME-Risikogebieten. Impfempfehlungen sollten mit einem Arzt besprochen werden.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Januar 2026 zwei neue Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen: den Landkreis Nordsachsen in Sachsen und den Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Damit wächst die Zahl der Risikogebiete in Deutschland auf 185 – das entspricht mehr als 46 Prozent aller deutschen Kreise und kreisfreien Städte.
Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn die Durchseuchungsrate der Zecken mit dem FSME-Virus und die gemeldeten Erkrankungsfälle bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Die Ausweitung zeigt: FSME ist keine rein süddeutsche Erkrankung mehr.
Alles zur Impfung, Kosten und Auffrischungsintervallen erklärt FSME-Impfung in Deutschland – Risikogebiete, Schutz und Empfehlungen.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch infizierte Zecken übertragen und kann das Gehirn und die Hirnhäute befallen. Im Jahr 2025 wurden 693 FSME-Erkrankungen gemeldet – die dritthöchste Fallzahl seit Beginn der Datenerfassung 2001. Etwa 90 Prozent der Erkrankten mussten stationär behandelt werden, bei rund 20 Prozent verlief die Erkrankung schwer.
Dritthöchster Wert seit Beginn der Erfassung 2001 – Tendenz steigend
Mehr als 46 % aller deutschen Kreise – zwei neue Gebiete in Sachsen und Sachsen-Anhalt
FSME verläuft in schweren Fällen mit neurologischen Schäden, die dauerhaft bleiben können
Besonders ältere Erwachsene ab 50 Jahren sind gefährdet
In allen Bundesländern mit Risikogebieten liegt die Durchimpfungsrate weit unter dem Schutzniveau
Die FSME-Belastung ist regional sehr unterschiedlich. Die Ausbreitung verläuft nicht gleichmäßig, sondern orientiert sich an Zeckendichte, Waldstruktur und Kleinsäugerpopulationen.
Traditionell höchste Risikogebiete-Dichte – Alpenvorland, Bayerischer Wald, Franken. Impfquote: ca. 22,6 %
Schwarzwald, Bodenseeregion, Schwäbische Alb stark betroffen. Impfquote: ca. 17,2 %
Deutliche Ausweitung in den letzten Jahren – jetzt auch Nordsachsen neu eingestuft. Impfquote Thüringen: ca. 27,6 %
Südhessen (Odenwald, Taunus) und Teile der Pfalz betroffen. Impfquote Hessen: ca. 18 %
Einzelne Kreise – jetzt Halle (Saale) neu. Ausbreitung nach Nordosten beobachtet.
Vereinzelte Risikogebiete. Im Norden und Nordwesten bislang kaum Risiko.
Die Impfquoten in den Risikogebieten bleiben besorgniserregend niedrig. Während die STIKO (Ständige Impfkommission) die FSME-Impfung für alle Personen empfiehlt, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten, liegt die tatsächliche Durchimpfungsrate in keinem Bundesland über 30 Prozent.
Die FSME-Impfung ist die einzige wirksame Schutzmaßnahme gegen das Virus – Borrelien lassen sich mit Antibiotika behandeln, FSME hingegen nicht kausal therapieren. Nach einem Stich im Risikogebiet hilft keine nachträgliche Prophylaxe.
Wer regelmäßig in Wäldern, auf Wiesen oder in Gärten in Risikogebieten aktiv ist, sollte den Impfstatus prüfen. Grundimmunisierung: 3 Impfungen innerhalb eines Jahres. Auffrischung: alle 3–5 Jahre je nach Alter und Präparat.
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Das RKI hat im Januar 2026 den Landkreis Nordsachsen (Sachsen) und den Stadtkreis Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt) neu als Risikogebiete eingestuft. Damit zählt Deutschland nun 185 FSME-Risikogebiete.
2025 wurden in Deutschland 693 FSME-Erkrankungen gemeldet – die dritthöchste Zahl seit Beginn der Erfassung im Jahr 2001. Rund 90 % der Erkrankten mussten stationär behandelt werden.
Die FSME-Ausbreitung geht weit über Bayern und Baden-Württemberg hinaus. Wer regelmäßig in Risikogebieten in Sachsen, Thüringen, Hessen, Brandenburg oder anderen betroffenen Regionen unterwegs ist, sollte sich impfen lassen.
Nein. FSME kann nach dem Stich nicht kausal behandelt werden – es gibt keine antivirale Therapie. Nur die Impfung schützt wirksam. Eine Notfallimpfung nach dem Stich ist nicht sinnvoll. Bei Symptomen (Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit) sofort zum Arzt.
Die aktuellen Risikogebiete werden jährlich vom RKI aktualisiert und sind im Epidemiologischen Bulletin sowie auf der RKI-Website als Karte verfügbar. Alternativ gibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung und viele Krankenkassen-Apps Auskunft über das lokale FSME-Risiko.
Nach vollständiger Grundimmunisierung (3 Impfungen) wird die erste Auffrischung nach 3 Jahren empfohlen, danach alle 5 Jahre – bei Personen über 50 Jahren alle 3 Jahre, da die Immunantwort mit dem Alter abnimmt. Impfstatus beim Arzt prüfen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Impfentscheidungen und Risikoeinschätzungen sollten mit einem Arzt besprochen werden. Die aktuellen Risikogebiete werden jährlich vom RKI aktualisiert.
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