Zecken vorbeugen: So schützt du dich im Garten und im Alltag
Effektiver Zeckenschutz für Garten, Wald und Alltag – richtige Kleidung, Repellents, Gartenpflege und was nach dem Aufenthalt im Freien zu tun ist.
Welche Bundesländer und Landkreise gelten 2026 als FSME-Risikogebiete? Karte, aktuelle RKI-Daten und was du vor Aufenthalten in betroffenen Regionen tun solltest.
Medizinischer Hinweis
Die FSME-Risikogebietskarte wird jährlich aktualisiert. Maßgeblich ist immer die aktuelle Karte des RKI (rki.de). Die hier genannten Informationen basieren auf dem Stand 2026 und können sich ändern.
Als FSME-Risikogebiet gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt in Deutschland, in dem in den letzten 5 Jahren mindestens ein lokal erworbener (autochthoner) FSME-Fall beim Menschen gemeldet wurde. Die Definition wird vom Robert Koch-Institut (RKI) jährlich neu festgelegt.
Lokal erworbene Infektion – keine Reise-Fälle
Ärzte und Labore sind verpflichtet, FSME-Fälle zu melden
Karte wird jeweils zu Jahresbeginn aktualisiert
Impfempfehlung gilt für alle Personen in oder mit Aufenthalt in Risikokreisen
Wichtig: Das Vorhandensein infizierter Zecken in einem Gebiet bedeutet nicht automatisch die Einstufung als Risikogebiet – es braucht gemeldete menschliche Erkrankungsfälle. Wie Bayern im nationalen Vergleich abschneidet, erklärt der Ratgeber Zecken in Bayern – Karte und Risikogebiete 2026.
Fast alle Landkreise betroffen – Münchner Umland, Starnberg, Ebersberg, Bad Tölz-Wolfratshausen
Landshut, Passau, Regen, Freyung-Grafenau, Straubing
Augsburg, Kaufbeuren, Kempten und weitere Kreise
Regensburg, Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Ansbach
Würzburg, Bamberg, Coburg, Hof und Umgebung
Ortenaukreis, Freudenstadt, Schwarzwald-Baar-Kreis, Rastatt
Konstanz, Bodenseekreis, Sigmaringen, Ravensburg
Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, Heilbronn
Biberach, Reutlingen, Tübingen, Zollernalb
Odenwald, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis, Taunus
Sonneberg, Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt und weitere
Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, Zwickau
Südliche Weinstraße, Bad Kreuznach, Birkenfeld
Einzelne Kreise im südlichen Saarland
Seit kürzeren Jahren: einzelne Kreise – aktuelle RKI-Karte prüfen
Genaue Adresse prüfen
Ob dein Wohnort, Urlaubsort oder Arbeitsort in einem Risikogebiet liegt, lässt sich auf der RKI-Website mit der Postleitzahl oder dem Landkreis prüfen. Nicht der Bundesstaat, sondern der Kreis ist entscheidend.
Die Zahl der FSME-Risikokreise ist in den letzten Jahren stetig gestiegen – von rund 100 Kreisen Anfang 2000 auf über 180 im Jahr 2026. Gründe:
Mildere Winter verlängern die aktive Zeckensaison – Aktivität bereits ab 8°C
Mehr FSME-Fälle werden erkannt und gemeldet als früher
Rehe, Füchse und andere Wirtstiere tragen Zecken in neue Gebiete
Mehr Menschen in Natur und Wald – mehr Expositionen, mehr Fälle
FSME-Fallzahlen in Deutschland: Jährlich werden zwischen 200 und 600 FSME-Erkrankungen gemeldet (je nach Buchenmastjahr und Aktivität der Zecken). 2023 war ein Rekordjahr mit über 500 gemeldeten Fällen.
Anders als FSME gibt es für Borreliose keine geografisch definierten Risikogebiete. Die Borreliose-Bakterien (Borrelia burgdorferi) sind in Zecken aller deutschen Bundesländer nachweisbar – auch in Norddeutschland, Hamburg, Berlin oder Schleswig-Holstein.
Virus – definierte Risikogebiete in Süd- und Mitteldeutschland – Schutzimpfung möglich
Bakterien – in ganz Deutschland – keine Schutzimpfung, nur frühes Erkennen hilft
Dieselbe Zecke kann beide Erreger tragen – aber nicht immer
Konsequenz: Auch wer nicht in einem FSME-Risikogebiet lebt, sollte nach Zeckenbissen die Einstichstelle beobachten und bei Wanderröte oder Symptomen einen Arzt aufsuchen. Alle Krankheitszeichen nach einem Stich erklärt der Ratgeber Borreliose-Symptome erkennen – Wanderröte, Fieber und Spätfolgen.
Alles zur FSME-Impfung – Impfschema, Kosten und wer sie braucht – erklärt der Ratgeber FSME-Impfung in Deutschland – Empfehlungen, Kosten und Schutz. Was nach einem Zeckenbiss zu beachten ist, zeigt Zeckenbiss erkennen – Symptome und erste Maßnahmen.
Bayern und Baden-Württemberg haben die mit Abstand höchste Dichte an FSME-Risikokreisen. Weitere betroffene Bundesländer sind Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und seit neuem auch einzelne Kreise in Brandenburg und Niedersachsen.
Das Robert Koch-Institut (RKI) aktualisiert die Karte jährlich auf Basis der gemeldeten FSME-Fälle der letzten 5 Jahre. Die aktuelle Karte für 2026 ist auf rki.de verfügbar. Die Zahl der Risikokreise ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
Nein. Zecken gibt es in ganz Deutschland. Als Risikogebiet gilt ein Landkreis nur bezogen auf FSME – also das FSME-Virus. Borreliose wird von Zecken in allen Bundesländern übertragen. Auch in Norddeutschland oder Hamburg sind Zeckenbisse und Borreliose möglich.
Wenn du in FSME-Risikokreisen wandern, radfahren oder in der Natur aktiv sein möchtest, empfiehlt die STIKO die Impfung. Eine einmalige Impfung kurz vor dem Urlaub bietet noch keinen vollständigen Schutz – der Grundschutz aus 3 Impfungen braucht mehrere Monate.
Ja. Das RKI dokumentiert eine kontinuierliche Ausbreitung der FSME-Risikogebiete nach Norden und Westen. Klimaerwärmung verlängert die aktive Zeckensaison und begünstigt die Ausbreitung. In den letzten 10 Jahren wurden mehrere neue Kreise aufgenommen.
Die gesetzliche Krankenkasse erstattet die FSME-Impfung, wenn du in ein Risikogebiet reist oder dort lebst und entsprechend der STIKO-Empfehlung geimpft wirst. Kasse vorher kontaktieren – manche erstatten auch ohne Einschränkung auf Wohnort.
Dieser Artikel basiert auf RKI-Daten 2026. Die maßgebliche und stets aktuelle Risikogebietskarte findest du unter rki.de. Impfentscheidungen immer mit dem Arzt besprechen.
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