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FSME & Risikogebiete → 16 Min. Lesezeit

FSME Impfung in Deutschland: Risikogebiete, Schutz und Empfehlungen

FSME Impfung in Deutschland: Wann sie sinnvoll ist, welche Risikogebiete betroffen sind, wie FSME übertragen wird und warum Bayern und Baden-Württemberg.

Von Vyacheslav Levchenko
FSME Impfung in Deutschland – Schutz vor Zeckenkrankheiten
Inhalt · 10 Abschnitte

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Impfberatung. Ob eine FSME-Impfung sinnvoll ist, hängt von Wohnort, Reisegebiet, Alter, Vorerkrankungen und Zeckenexposition ab. Besprechen Sie die Entscheidung mit Ihrer Arztpraxis, dem Kinderarzt oder einer reisemedizinischen Beratung.

Was ist FSME?

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Es handelt sich um eine Virusinfektion, die durch Zecken übertragen werden kann. Der Name klingt saisonal, aber die Erkrankung ist nicht auf den Frühsommer begrenzt. Zecken können in Deutschland aktiv sein, sobald es mild genug ist – oft schon ab Temperaturen um etwa 7 bis 8 Grad.

FSME kann das zentrale Nervensystem betreffen, also Gehirn, Hirnhäute und Rückenmark. Viele Infektionen verlaufen ohne oder mit milden Beschwerden. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es jedoch zu schwereren neurologischen Verläufen. Genau deshalb spielt die FSME-Impfung in Deutschland eine wichtige Rolle.

Im Unterschied zu vielen anderen Zeckenrisiken gibt es gegen FSME eine gut etablierte Schutzimpfung. Sie verhindert nicht den Zeckenstich selbst, kann aber vor der Erkrankung schützen. Wer in einem Risikogebiet lebt oder regelmäßig dorthin reist, sollte den eigenen Impfstatus prüfen.

Ärztliche Beratung zur FSME Impfung in Deutschland
Ob eine FSME-Impfung sinnvoll ist, hängt vor allem von Risikogebiet und Zeckenexposition ab.

FSME auf einen Blick

  1. ✓
    Erreger

    FSME-Virus aus der Gruppe der Flaviviren

  2. ✓
    Übertragung

    Durch den Stich infizierter Zecken

  3. ✓
    Risikogebiete

    Vor allem Süddeutschland, besonders Bayern und Baden-Württemberg

  4. ✓
    Behandlung

    Keine gezielte antivirale Therapie, Behandlung erfolgt symptomatisch

  5. ✓
    Prävention

    FSME-Impfung plus konsequenter Zeckenschutz

Was ist der Unterschied zwischen FSME und Borreliose?

FSME und Borreliose werden oft zusammen genannt, weil beide durch Zecken übertragen werden können. Medizinisch sind es aber zwei verschiedene Krankheiten mit unterschiedlichen Erregern, Risiken und Schutzmöglichkeiten.

Borreliose wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. FSME wird durch ein Virus verursacht. Gegen FSME gibt es eine Impfung, aber keine ursächliche Behandlung nach Ausbruch der Erkrankung. Das ist der zentrale Grund, warum die Impfentscheidung bei Risikogebieten so wichtig ist.

FSME vs. Borreliose im Vergleich

Thema FSME Borreliose
Erreger Virus Bakterien
Verbreitung Definierte Risikogebiete Grundsätzlich in ganz Deutschland möglich
Impfung Ja, FSME-Impfung Keine zugelassene Impfung in Deutschland
Behandlung Symptomatisch Antibiotika nach ärztlicher Diagnose
Früherkennung Grippeähnliche und neurologische Symptome Wanderröte, Haut- und Allgemeinsymptome

Mehr zu Borreliose-Symptomen finden Sie hier: Borreliose Symptome erkennen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Hautstelle überhaupt ein Zeckenbiss ist, hilft der Ratgeber Zeckenbiss erkennen.

Wie wird FSME übertragen?

FSME wird beim Stich einer infizierten Zecke übertragen. Anders als bei Borreliose kann die Übertragung sehr früh erfolgen. Das bedeutet: Eine Zecke schnell zu entfernen ist immer richtig, schützt aber nicht zuverlässig vor FSME, wenn das Virus bereits beim Stich übertragen wurde.

Zecken sitzen meist in Gräsern, Laub, niedrigem Gebüsch oder an Wegrändern. Sie lassen sich nicht von Bäumen fallen, sondern werden im Vorbeigehen abgestreift. Danach suchen sie eine geeignete Stelle am Körper. Häufig betroffen sind Kniekehlen, Leisten, Achseln, Nacken, Bauchbereich und Haaransatz.

Schnelles Entfernen bleibt trotzdem wichtig

Auch wenn FSME früh übertragen werden kann, sollte jede Zecke sofort entfernt werden. Das senkt vor allem das Risiko anderer zeckenübertragener Infektionen wie Borreliose.

Welche FSME-Risikogebiete gibt es in Deutschland?

Die FSME-Risikogebiete werden vom Robert Koch-Institut regelmäßig bewertet. Maßgeblich ist nicht das Bundesland allein, sondern der jeweilige Landkreis oder die kreisfreie Stadt. Wer im Grenzbereich wohnt, sollte deshalb die aktuelle Karte prüfen.

Besonders wichtig sind Bayern und Baden-Württemberg. Dort liegen die meisten Risikogebiete und dort wird FSME seit Jahren besonders häufig gemeldet. Weitere Risikogebiete gibt es vor allem in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und im östlichen Sachsen-Anhalt, dazu einzelne Kreise in Mittelhessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. 2026 kamen der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) hinzu. Eine detaillierte Karte mit allen aktuellen Änderungen 2026 (Nordsachsen, Halle) bietet Zecken-Risikogebiete in Deutschland – Karte und Übersicht.

Risikogebiete nach Region

  1. ✓
    Bayern

    95 von 96 Kreisen – nur die Stadt Schweinfurt ist kein Risikogebiet

  2. ✓
    Baden-Württemberg

    43 von 44 Kreisen – nur die Stadt Heilbronn ist kein Risikogebiet

  3. ✓
    Hessen

    10 von 26 Kreisen, vor allem in Südhessen, dazu der Landkreis Marburg-Biedenkopf

  4. ✓
    Thüringen und Sachsen

    13 von 23 Kreisen in Thüringen, 11 von 13 in Sachsen

  5. ✓
    Weitere Bundesländer

    5 Kreise in Brandenburg, 3 in Sachsen-Anhalt, je 2 in Niedersachsen (Emsland, Celle), je 1 in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen (Solingen)

Stand: RKI, Epidemiologisches Bulletin 9/2026 (185 Risikogebiete). Für Reisen, Wochenendhaus, Campingplatz oder Gartenarbeit zählt immer der konkrete Aufenthaltsort.

Bayern trägt mit 95 von 185 Kreisen den größten Teil der deutschen Risikogebiete; welche Landkreise betroffen sind, zeigt der Abschnitt FSME-Risikogebiete nach Bundesland.

Wann ist eine FSME-Impfung sinnvoll?

Eine FSME-Impfung ist besonders sinnvoll, wenn zwei Faktoren zusammenkommen: Sie halten sich in einem FSME-Risikogebiet auf und haben dort Kontakt zu Zecken. Das kann beim Wandern, Radfahren, Camping, Joggen, Pilzesammeln, Hundespaziergang, Gartenarbeit oder beruflicher Tätigkeit im Freien passieren.

Die Impfung ist also nicht nur ein Thema für Extremwanderer. Wer in Bayern oder Baden-Württemberg lebt, einen Garten am Waldrand hat oder regelmäßig in Risikokreisen draußen aktiv ist, kann ebenfalls profitieren.

Typische Situationen mit Impfbedarf

  1. 1
    Wohnort im Risikogebiet

    Regelmäßige Alltagskontakte mit Grünflächen und Zeckenhabitaten

  2. 2
    Reise in ein Risikogebiet

    Urlaub, Camping, Wandern oder Radtouren in Süddeutschland

  3. 3
    Gartenarbeit

    Häufiger Kontakt mit Gras, Laub, Hecken und Bodennähe

  4. 4
    Kinder im Freien

    Spielplatz, Waldkindergarten, Ferienlager oder Garten

  5. 5
    Berufliche Exposition

    Forst, Landwirtschaft, Gartenbau, Jagd oder Naturschutz

Der Impfschutz wird über mehrere Dosen aufgebaut. Häufig wird im Winter oder zeitigen Frühjahr begonnen, damit der Schutz zur Zeckensaison steht. Für kurzfristige Reisen existieren je nach Impfstoff Schnellimpfschemata. Welches Schema passt, entscheidet die Arztpraxis.

Impfplan: Grundimmunisierung und Auffrischung

Für einen belastbaren FSME-Schutz reicht in der Regel nicht eine einzelne Spritze. Die Grundimmunisierung besteht üblicherweise aus mehreren Impfdosen. Nach den ersten zwei Dosen besteht bereits ein Teilschutz; für den langfristigen Schutz ist die vollständige Grundimmunisierung wichtig. Danach folgen Auffrischimpfungen in größeren Abständen.

Impfplan: Häufige Fragen

Frage Praktische Einordnung
Wann beginnen? Idealerweise im Winter oder frühen Frühjahr vor der Zeckensaison
Wie viele Dosen? Meist drei Impfungen für die Grundimmunisierung
Kurzfristige Reise? Je nach Impfstoff ist ein Schnellschema möglich
Schutzdauer? Auffrischungen sind nötig, genaue Intervalle ärztlich prüfen
Kontrolle? Hausarzt, Kinderarzt oder reisemedizinische Beratung

Wer schon früher gegen FSME geimpft wurde, muss nicht automatisch von vorne beginnen. Häufig reicht eine Auffrischung, wenn der Grundschutz bereits vollständig war. Der Impfpass ist deshalb wichtig: Alte Einträge, auch aus Kindheit oder früheren Reisen, können relevant sein.

Nicht erst am Abend vor der Reise planen

Wer nach Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, Tschechien oder in andere FSME-Gebiete reist und dort viel draußen ist, sollte die Impfung mehrere Wochen vorher mit der Arztpraxis besprechen. Kurzfristige Schemata sind möglich, aber nicht für jede Situation ideal.

Kosten und Erstattung

Die Kostenübernahme hängt davon ab, ob eine Impfung nach STIKO-Empfehlung vorliegt. Bei Aufenthalt oder Wohnsitz in einem FSME-Risikogebiet übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Impfung in der Regel. Auch Reisen in Risikogebiete können erstattungsfähig sein. Privatversicherte sollten in ihren Tarifbedingungen prüfen, wie Reise- und Standardimpfungen abgerechnet werden.

Für die Praxis heißt das: Vor der Impfung kurz bei der Krankenkasse oder Arztpraxis nachfragen. Besonders bei Urlaub, Wochenendhaus, Campingplatz oder Arbeitsplatz im Risikogebiet lässt sich die Indikation meist gut begründen.

Familie kontrolliert nach Waldspaziergang Kleidung auf Zecken
Auch nach der FSME-Impfung bleibt Zeckenschutz wichtig – die Impfung verhindert nicht den Stich selbst.

Wie gefährlich ist FSME bei Kindern und ab wann ist die Impfung möglich?

Kinder sind oft draußen, spielen im Gras, sitzen auf dem Boden und bemerken Zecken seltener als Erwachsene. Deshalb ist FSME-Prävention bei Kindern in Risikogebieten ein wichtiges Thema. Die Erkrankung verläuft bei Kindern häufig milder als bei älteren Erwachsenen, schwere Verläufe sind aber möglich. Nur 5–10 % aller gemeldeten Fälle betreffen Kinder unter 15 Jahren, ab 40 Jahren steigt die Häufigkeit deutlich (RKI).

FSME-Impfstoffe sind je nach Präparat bereits ab 1 Jahr zugelassen. Die Entscheidung sollte individuell erfolgen: Wohnort, Reiseziele, Wald- und Gartenkontakt, Alter des Kindes und allgemeine Gesundheit spielen eine Rolle. Kinderärzte können den Nutzen und mögliche Impfreaktionen einordnen.

Kinder nach jedem Aufenthalt absuchen

Bei Kindern sitzen Zecken häufig an Haaransatz, Nacken, hinter den Ohren, in Kniekehlen, Achseln und am Hosenbund. Nach Wald, Wiese oder Garten immer gründlich absuchen.

Welche Symptome hat FSME?

FSME kann sehr unterschiedlich verlaufen. Viele Infektionen bleiben unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, beginnen sie häufig grippeähnlich: Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Glieder- oder Muskelschmerzen. Danach kann eine beschwerdefreie Phase folgen.

Bei einem Teil der Erkrankten kommt es anschließend zu einer zweiten Phase mit Beteiligung des Nervensystems. Dann können Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung oder Rückenmarksbeteiligung auftreten.

Mögliche FSME-Symptome

  1. 1
    Phase 1

    Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Krankheitsgefühl

  2. 2
    Beschwerdefreies Intervall

    Einige Tage scheinbare Besserung möglich

  3. 3
    Phase 2

    Nackensteifigkeit, starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, neurologische Beschwerden

  4. 4
    Schwere Verläufe

    Lähmungen, Bewusstseinsstörungen oder länger anhaltende Beschwerden möglich

Bei neurologischen Symptomen nach Zeckenexposition sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden. Das gilt besonders für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und Personen aus Risikogebieten.

Schutz vor Zecken

Die FSME-Impfung schützt vor FSME, aber nicht vor Zeckenstichen und nicht vor Borreliose. Deshalb bleibt mechanischer Zeckenschutz wichtig.

Zeckenschutz vor, während und nach dem Aufenthalt

  • Helle, lange Kleidung tragen
  • Hosenbeine in Socken stecken, wenn man durch hohes Gras geht
  • Repellent nach Packungsangabe verwenden
  • Auf Wegen bleiben und hohes Gras meiden
  • Nach dem Aufenthalt Körper gründlich absuchen
  • Zecken hautnah entfernen und Stelle beobachten
  • Bei Wanderröte oder Beschwerden ärztlichen Rat einholen

Mehr praktische Maßnahmen finden Sie im Ratgeber Zecken vorbeugen.

FSME-Impfstoff: Wirksamkeit, Sicherheit und Impfquoten in Deutschland

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Dosen – bei FSME-IMMUN nach dem Schema 0 / 1–3 / 5–12 Monate, bei Encepur 0 / 14 Tage–3 Monate / 9–12 Monate. Nach vollständiger Impfung ist laut einer deutschen Studie von 2023 bei 97 % der Geimpften mit einem Schutz vor FSME zu rechnen; auch bei überschrittenen Impfabständen lag er noch bei 91 %, wenn die letzte Dosis weniger als 10 Jahre zurücklag (RKI). Für Reisende bietet Encepur ein Expressschema (0 / 7 / 21 Tage) mit Auffrischung nach 12–18 Monaten, FSME-IMMUN ein Schnellschema mit der zweiten Dosis nach 14 Tagen.

Impfquoten in Deutschland – kritisch niedrig: Trotz STIKO-Empfehlung für alle Bewohner und Besucher von Risikogebieten war 2024 nur eine Minderheit dort geimpft: laut RKI 22,6 % in den Risikogebieten Bayerns, 17,2 % in Baden-Württemberg, 27,6 % in Thüringen und 18,0 % in Hessen (Epidemiologisches Bulletin 9/2026). Zum Vergleich: Österreich hat die Fallzahlen mit deutlich höheren Impfquoten stark gesenkt, verzeichnete 2024 aber trotzdem noch 176 FSME-Fälle, davon 158 im Krankenhaus.

Wer erkrankt? 98 % der 2025 übermittelten FSME-Erkrankten waren gar nicht oder unzureichend geimpft – die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischungen fehlten (RKI, Epid. Bull. 9/2026). Besonders niedrig sind die Impfquoten bei über 60-Jährigen, die am häufigsten schwer erkranken. Eine Fall-Kontroll-Studie des RKI fand ein erhöhtes Risiko bei Hundehaltern, häufigen Spaziergängen und Gartenarbeit – FSME ist also kein reines Reiseproblem.

Nebenwirkungsprofil: Beide in Deutschland zugelassenen Impfstoffe (Encepur® und FSME-IMMUN®) gelten als gut verträglich. Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle traten in Studien bei bis zu 45 % der Geimpften auf, Fieber bei etwa 5–6 %, vor allem nach der ersten Dosis; die Reaktionen klingen rasch ab (RKI). Zu den möglichen Nebenwirkungen und wie Sie diese einordnen, erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag FSME-Impfung Nebenwirkungen – was ist normal, was nicht?.

Häufige Fragen

Wann ist eine FSME-Impfung sinnvoll?

Die FSME-Impfung ist sinnvoll für Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dorthin reisen und dort Zecken ausgesetzt sein können – etwa beim Wandern, Radfahren, Camping, Gartenarbeit oder Arbeiten im Freien.

Welche Regionen in Deutschland sind FSME-Risikogebiete?

FSME-Risikogebiete liegen vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, außerdem in Teilen von Hessen, Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie in einzelnen Kreisen in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – insgesamt 185 Kreise (Stand 2026). Maßgeblich ist immer die aktuelle RKI-Karte.

Schützt die FSME-Impfung auch gegen Borreliose?

Nein. Die FSME-Impfung schützt nur gegen FSME. Gegen Borreliose gibt es noch keine zugelassene Impfung; ein Impfstoff ist seit August 2026 im Zulassungsverfahren der EMA. Zeckenschutz bleibt deshalb weiterhin wichtig.

Wie viele Impfungen braucht man gegen FSME?

Für den vollständigen Grundschutz sind in der Regel drei Impfungen nötig. Die genauen Abstände hängen vom Impfstoff und vom gewählten Schema ab. Auffrischungen erfolgen später nach ärztlicher Empfehlung.

Kann man Kinder gegen FSME impfen lassen?

Ja, FSME-Impfstoffe sind je nach Präparat bereits ab dem Alter von 1 Jahr zugelassen. Ob die Impfung für ein Kind sinnvoll ist, sollte mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt anhand des Risikos besprochen werden.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen zur FSME-Impfung und ersetzt keine individuelle Impfberatung. Prüfen Sie Risikogebiet, Impfstatus und persönliche Situation mit Ihrer Arztpraxis.

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