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Gartenarbeit & Gesundheit

Gartenarbeit macht Freude – birgt aber unterschätzte Gesundheitsrisiken. Zecken, Sonnenstich, Hantavirus durch Nagetier-Kot und Tetanus durch Bodenverletzungen: Alle Ratgeber für sicheres Gärtnern in Deutschland.

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Zecken im Gras & Gebüsch Hantavirus im Kompost Tetanus-Auffrischung alle 10 J. Sonnenstich ab 30 Min. Sonne

Alle Ratgeber zu Gesundheit beim Gärtnern

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Sicher gärtnern – was viele unterschätzen

Gartenarbeit gilt als entspannend und gesund – doch der Garten birgt eine Reihe von Gesundheitsrisiken, die vielen Hobbygärtnern nicht bewusst sind. Zecken lauern nicht nur im Wald, sondern auch im eigenen Gras und Gebüsch. Schon kurze Aufenthalte im Garten ohne Repellentien reichen für einen Zeckenstich. Wer nach der Gartenarbeit Zecken richtig absucht, reduziert das Übertragungsrisiko für Borreliose und FSME erheblich.

Ebenfalls oft unterschätzt: das Hantavirus-Risiko beim Kompostieren und Umgraben. Mäuse und Ratten, die sich in Komposthaufen oder Schuppen eingenistet haben, hinterlassen infektiösen Kot und Urin. Beim Aufwühlen des Bodens kann dieser aufgewirbelt und eingeatmet werden. Eine FFP2-Maske und das vorherige Anfeuchten des Komposts schützen wirksam. Mehr dazu im Ratgeber Hantavirus bei der Gartenarbeit.

Häufig gestellte Fragen zur Gesundheit beim Gärtnern

Welche Gesundheitsrisiken gibt es bei der Gartenarbeit?

Die häufigsten Risiken bei der Gartenarbeit in Deutschland sind: Zeckenstiche mit Übertragungsrisiko für Borreliose und FSME, Hantavirus-Infektion durch Kontakt mit Nagetier-Kot beim Umgraben, Sonnenstich und Hitzschlag bei langer Arbeit in der Sonne sowie Wundstarrkrampf (Tetanus) durch Verletzungen mit verdreckten Gartengeräten. Mit einfachen Schutzmaßnahmen lassen sich alle diese Risiken deutlich reduzieren.

Wie schütze ich mich beim Gärtnern vor Zecken?

Tragen Sie beim Gärtnern geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen, die Sie in die Socken stecken. Helle Kleidung macht Zecken leichter sichtbar. Verwenden Sie DEET- oder Icaridin-haltige Repellentien. Kontrollieren Sie sich nach der Gartenarbeit gründlich – besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln und Haaransatz. Die FSME-Impfung schützt vor der schwerwiegendsten zeckenübertragenen Krankheit.

Ist Tetanus-Impfung für Gartenarbeit wichtig?

Ja, unbedingt. Tetanus-Erreger (Clostridium tetani) kommen natürlicherweise im Boden vor und können durch kleine Wunden, Kratzer oder Stiche mit kontaminierten Gartengeräten übertragen werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Bei tiefen, verschmutzten Wunden im Garten sollte ein Arzt die Impfdokumentation prüfen und ggf. eine sofortige Auffrischung vornehmen.

Wie erkenne ich einen Sonnenstich beim Gärtnern?

Typische Anzeichen eines Sonnenstichs sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, gerötete und heiße Haut im Nacken und Kopfbereich, Nackenstarre sowie Verwirrtheit. Im Gegensatz zum Hitzschlag bleibt die Körperkerntemperatur meist normal. Sofortmaßnahmen: Betroffenen in den Schatten bringen, Oberkörper erhöht lagern, kühle feuchte Tücher auf Nacken und Stirn legen. Bei schweren Symptomen sofort Notarzt rufen (112).

Kann man beim Kompostieren Hantavirus bekommen?

Ja, das ist möglich. Mäuse und Ratten, die Hantavirus-Träger sein können, siedeln sich gern in Komposthaufen an. Beim Umgraben oder Wenden des Komposts kann infektiöser Urin oder Kot aufgewirbelt werden und über die Atemwege aufgenommen werden. Schutz: FFP2-Maske tragen, Kompost vor dem Wenden anfeuchten (verhindert Aufwirbelung), Schutzhandschuhe tragen, danach gründlich Hände waschen.

Was ist der Unterschied zwischen Sonnenstich und Hitzschlag?

Beim Sonnenstich ist nur der Kopf/Nacken direkt von Sonnenstrahlung betroffen – die Körperkerntemperatur ist meist normal. Beim Hitzschlag überhitzt der gesamte Körper (Körpertemperatur über 40°C), die Schweißproduktion versagt. Der Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall mit Lebensgefahr. Zeichen des Hitzschlags: heiße, trockene Haut (kein Schweiß), hohe Körpertemperatur, Bewusstseinstrübung. Sofort 112 rufen.