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Hantavirus & Mäuse in Deutschland

Hantaviren werden durch Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen – meist durch Einatmen von erregerhaltigem Staub beim Reinigen von Kellern, Garagen oder Schuppen. Alle Ratgeber zu Symptomen, Schutzmaßnahmen und sicherem Umgang mit Mäusebefall.

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FFP2-Maske beim Reinigen Aerosolübertragung RKI-meldepflichtig Keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Alle Ratgeber zu Hantavirus & Mäusen

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Hantavirus auf einen Blick

Das Hantavirus wird in Deutschland fast ausschließlich durch die Rötelmaus übertragen – über Urin, Kot und Speichel in trockener, aufgewirbelter Form. Das Risiko besteht vor allem beim Aufräumen von Kellern, Gartenhäuschen und Schuppen in befallenen Gebieten. Die Symptome ähneln zunächst einer schweren Grippe mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – typisch ist ein nachfolgender Nierenbefall.

Der wichtigste Schutz beim Reinigen: vor dem Kehren oder Saugen die Flächen mit Desinfektionsmittel anfeuchten, um keinen erregerhaltigen Staub aufzuwirbeln, und immer eine FFP2-Maske tragen. Die genaue Vorgehensweise erklärt der Ratgeber Keller sicher reinigen nach Mäusebefall. Wer Mäuse im Haus vermutet, sollte außerdem die Eintrittspunkte abdichten – Mäuse passen durch Lücken von weniger als einem Zentimeter Durchmesser.

Häufig gestellte Fragen

Wie überträgt sich das Hantavirus auf den Menschen?

Das Hantavirus wird in Deutschland fast ausschließlich durch die Rötelmaus übertragen. Die Infektion erfolgt durch Einatmen von erregerhaltigen Aerosolen – also aufgewirbeltem Staub aus Urin, Kot oder Speichel infizierter Tiere. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Was sind typische Symptome einer Hantavirus-Infektion?

Eine Hantavirus-Infektion beginnt typischerweise mit plötzlichem hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen – ähnlich einer schweren Grippe. Charakteristisch ist im weiteren Verlauf eine Nierenbeteiligung (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom), die sich durch Rückenschmerzen und verminderte Urinausscheidung äußert. Bei entsprechenden Beschwerden nach möglichem Kontakt sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Wie gefährlich ist das Hantavirus in Deutschland?

In Deutschland verläuft die Hantavirus-Erkrankung (Puumala-Typ) in den meisten Fällen mild bis mittelschwer; die Sterblichkeitsrate liegt unter 0,1 %. Schwere Verläufe mit Nierenversagen sind möglich, aber selten. Laut RKI werden je nach Mäusejahr zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Infektionen pro Jahr gemeldet, mit Schwerpunkten im Bayerischen Wald, Schwäbischen Alb und Teilen von NRW.

Wie entferne ich Mäusekot sicher?

Tragen Sie beim Entfernen von Mäusekot immer eine FFP2-Maske und Einweghandschuhe. Befeuchten Sie die Ausscheidungen und kontaminierte Flächen zunächst großzügig mit einem viruziden Desinfektionsmittel – mindestens 30 Minuten einwirken lassen – bevor Sie aufwischen. Auf Trockenfegen oder Saugen ohne HEPA-Filter sollten Sie unbedingt verzichten, da dadurch erregerhaltige Stäube aufgewirbelt werden.

Wo sind die Hantavirus-Risikogebiete in Deutschland?

Die Hauptrisikogebiete in Deutschland liegen in Regionen mit hoher Rötelmaus-Dichte: Bayerischer Wald, Spessart, Schwäbische Alb, Teutoburger Wald sowie Teile von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das RKI veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Karten zur regionalen Fallhäufigkeit, besonders in Mastjahren der Buche, wenn die Mäusepopulation stark ansteigt.

Gibt es eine Impfung gegen Hantavirus?

Für den in Deutschland relevanten Hantavirus-Typ (Puumala) steht derzeit keine zugelassene Schutzimpfung zur Verfügung. Der beste Schutz ist konsequente Vorbeugung: Mäusebefall im Haus verhindern, Lebensmittel sicher lagern, Eintrittspunkte abdichten und beim Reinigen kontaminierter Bereiche immer FFP2-Maske und Schutzhandschuhe tragen.

Wann sollte ich nach möglichem Hantavirus-Kontakt zum Arzt?

Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, wenn Sie innerhalb von ein bis fünf Wochen nach möglichem Kontakt mit Mäuseausscheidungen (z. B. beim Kellern oder Gartenhäuschen reinigen) plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen entwickeln. Weisen Sie den Arzt ausdrücklich auf den möglichen Kontakt hin, damit eine gezielte Blutuntersuchung auf Hantavirus-Antikörper veranlasst werden kann.