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Geschütztes Wildtier 4 Ratgeber

Marder im Haus & Auto

Der Steinmarder ist in Deutschland ein häufiger Bewohner von Dachböden und sorgt für über 200.000 Kfz-Schäden pro Jahr. Alle Ratgeber zu Spuren erkennen, rechtssicher vertreiben und dauerhaften Schutz für Haus und Auto.

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Jagdrecht beachten Teilkasko zahlt KFZ-Schäden Nachtaktiv – Paarung Jul/Aug 200.000 Kfz-Schäden/Jahr (GDV)

Alle Ratgeber zum Thema Marder

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Marder in Deutschland – was Sie wissen müssen

Der Steinmarder (Martes foina) ist in Deutschland weit verbreitet und hat sich erfolgreich an das Leben in Städten und Vororten angepasst. Anders als viele denken, ist er kein Schädling im rechtlichen Sinne, sondern ein jagdbares Wildtier, das dem Bundesjagdgesetz unterliegt. Das bedeutet: Fangen, Vertreiben und erst recht Töten sind ohne Jagdschein verboten. Wer einen Marder im Dachboden vertreiben möchte, muss sich an legale Methoden halten.

Besonders häufig sind Marderschäden am Auto: Der Marder beißt Kabel, Kühlwasserschläuche und Dichtungen durch – bevorzugt, wenn ein Rivale das fremde Revier am Fahrzeug markiert hat. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entstehen jährlich über 200.000 solcher Schäden. Die Teilkaskoversicherung trägt in der Regel die Kosten.

Häufig gestellte Fragen zu Mardern

Wie erkenne ich, ob ein Marder bei mir im Haus ist?

Typische Anzeichen sind nächtliche Geräusche (Poltern, Kratzen, Trippeln) vor allem im Dachboden, ein markanter moschusartiger Geruch, Kot (ca. 8–12 cm lang, mit Fellresten und Knochen), Fraßspuren an Dämmung und Kabeln sowie sichtbare Trittspuren im Staub. Eine Wildtierkamera im Dachboden liefert sichere Bildbeweise.

Darf ich einen Marder selbst fangen oder töten?

Nein. Der Steinmarder (Martes foina) ist ein Wildtier und unterliegt dem Jagdrecht (Bundesjagdgesetz, BJagdG). Fangen und Töten ist nur mit Jagdschein und in der Jagdzeit erlaubt. Lebendfallen dürfen ohne Jagdschein grundsätzlich nicht verwendet werden. Wenden Sie sich an das zuständige Forstamt oder einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer.

Zahlt die Versicherung Marderschäden am Auto?

Ja – Marderschäden am Fahrzeug sind in der Regel durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt, sofern ein direkter Biss-Schaden am Kabelbaum oder anderen Teilen nachgewiesen wird. Folgeschäden (z. B. Motorschäden durch durchgebissene Kühlwasserschläuche) sind ebenfalls teilkasko-versichert, sofern der Primärschaden gemeldet wurde. Laut GDV entstehen in Deutschland jährlich über 200.000 Marderschäden mit einem Gesamtschadensvolumen von über 70 Millionen Euro.

Was hilft wirklich gegen Marder im Dachboden?

Am wirksamsten ist die Kombination aus: (1) Alle Einstiegslücken ab 5 cm Durchmesser mit robustem Drahtgitter dauerhaft verschließen, (2) Ultraschall-Vertreiber oder Lichtblitzkombinationen aufstellen und (3) Vergrämungsmittel an bevorzugten Schlafplätzen einsetzen. Das Verschließen der Einstiegslücken ist die einzige dauerhaft wirksame Methode – ohne das kommen Marder immer zurück.

Können Marder Krankheiten übertragen?

Marder können theoretisch Tollwut übertragen, die in Deutschland seit 2008 offiziell als ausgerottet gilt. Ein deutlich relevanteres Risiko sind Parasiten im Marder-Kot (Bandwurmeier, u. a. Echinokokkus) sowie Fuchsbandwurm. Kontakt mit Marder-Kot immer mit Schutzhandschuhen und Atemschutz vermeiden und Hände danach gründlich waschen.

Wann ist der Marder am aktivsten?

Steinmarder sind nachtaktiv – die Hauptaktivitätszeit liegt zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Im Dachboden sind die Geräusche daher abends und nachts am lautesten. Die Paarungszeit (Juli–August) sorgt für erhöhte Aktivität und Lautstärke. Junge Marder verlassen das Nest ab September/Oktober und suchen neue Reviere.