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Wohnschutz
Garten & Schädlinge → 17 Min. Lesezeit

Weiße Fliege bekämpfen: Mittel gegen die Mottenschildlaus

Weiße Fliege an Zimmerpflanzen & im Gewächshaus erkennen und bekämpfen – mit Gelbtafeln, Nützlingen wie der Schlupfwespe Encarsia formosa und zugelassenen Mitteln wie Kali-Seife oder Neem.

Von Vyacheslav Levchenko
Weiße Fliegen an der Blattunterseite einer Pflanze, die bei Berührung als weiße Wolke auffliegen

Sie berühren Ihre Tomatenpflanze oder eine Fuchsie – und plötzlich steigt eine kleine weiße Wolke winziger Tierchen auf, die sich nach wenigen Sekunden wieder an den Blattunterseiten absetzt. Dieses Auffliegen ist das untrügliche Erkennungszeichen der Weißen Fliege, botanisch korrekt Mottenschildlaus genannt. Trotz ihres Namens ist sie keine echte Fliege, sondern mit Blatt- und Schildläusen verwandt – ihre festsitzenden Jugendstadien gleichen Schildläusen.

Die Weiße Fliege saugt Pflanzensaft, scheidet klebrigen Honigtau aus und schwächt Zimmerpflanzen, Gewächshauskulturen und Gemüse wie Tomaten, Gurken und Auberginen. Die gute Nachricht: Mit einer Kombination aus Monitoring, Nützlingen und – wenn nötig – zugelassenen Pflanzenschutzmitteln lässt sie sich zuverlässig zurückdrängen.

Die Mottenschildlaus ist eng mit anderen saugenden Pflanzenschädlingen verwandt. Wer parallel weitere Schädlinge an seinen Pflanzen bekämpft, findet passende Anleitungen in den Ratgebern Schildläuse bekämpfen, Spinnmilben an Zimmerpflanzen bekämpfen und Thripse bekämpfen.

Inhalt · 13 Abschnitte
Wichtig bei Zimmerpflanzen und im Gewächshaus

Auf einer befallenen Pflanze sind immer alle Entwicklungsstadien gleichzeitig vorhanden – Eier, Larven, Puppen und erwachsene Fliegen. Eine einmalige Behandlung kann deshalb nie ausreichen. Planen Sie von Anfang an mehrere Durchgänge über mehrere Wochen ein – bei Pflanzenschutzmitteln mit Abstand und Höchstzahl laut Gebrauchsanleitung – und kontrollieren Sie alle benachbarten Pflanzen. Prüfen Sie außerdem Standort, Luftfeuchte und Düngung, denn eine gestärkte Pflanze ist deutlich weniger anfällig für einen Rückfall.

Was ist die Weiße Fliege?

Die Weiße Fliege (Mottenschildlaus, Familie Aleyrodidae) ist ein nur 1 bis 2 mm großes, geflügeltes Insekt mit weiß bestäubten Flügeln. In Mitteleuropa sind an Pflanzen vor allem zwei Arten von Bedeutung: die Gewächshaus-Mottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum), die an Zierpflanzen und Gemüse im geschützten Anbau dominiert, sowie die Tabak- oder Baumwoll-Mottenschildlaus (Bemisia tabaci), die als wärmeliebende Art über den internationalen Pflanzenhandel eingeschleppt wird, sich besonders über 30 °C entwickelt und keinen Frost übersteht. Die ebenfalls „Weiße Fliege“ genannte Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella) ist eine eigene Art mit leichten dunklen Flecken auf den Vorderflügeln; sie lebt im Freiland an Kohl und anderen Kreuzblütlern.

Die erwachsenen Tiere sitzen vorzugsweise an den Blattunterseiten und fliegen bei Erschütterung kurz auf. Besonders gefährdet sind Tomaten, Gurken, Auberginen und Melonen – an Paprika und Bohnen entwickelt sie sich weniger gut – sowie unter den Zierpflanzen Fuchsie, Gerbera, Hibiskus, Heliotrop, Wandelröschen (Lantana) und Weihnachtsstern. Aus den Subtropen eingeschleppt, überlebt sie unsere Winter nur im Gewächshaus, Wintergarten oder in der Wohnung; im Sommer tritt sie auch im Freiland auf.

Nicht zu verwechseln: Auf denselben Wirtspflanzen sitzt ab dem Spätsommer eine deutlich größere, grüne und schildförmige Wanze mit eingestochenen, hart verkorkten Stellen an den Früchten. Das ist keine Weiße Fliege, sondern die grüne Reiswanze — sie saugt an Frucht statt an Blattunterseite, und Leimtafeln oder Nützlinge gegen Mottenschildläuse richten gegen sie nichts aus.

Erwachsene Weiße Fliege in Nahaufnahme auf einem grünen Blatt – weiß bestäubte Flügel, heller Körper, dunkle Augen
Ein einzelnes ausgewachsenes Tier in starker Vergrößerung: In Wirklichkeit misst es nur 1 bis 2 mm. Die weiß bestäubten Flügel liegen dachartig über dem hellen Körper. Foto: Tashkoskim · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons Unsicher, welches Tier es ist? Im Bestimmer mit ähnlichen Arten vergleichen →

Wichtig zur Abgrenzung: Die Weiße Fliege sitzt oberirdisch an den Blättern und fliegt als weiße Wolke auf. Sie ist nicht mit den dunklen Trauermücken (Sciaridae) zu verwechseln, deren Larven in feuchter Blumenerde leben und die eher träge über die Topfoberfläche krabbeln.

Weiße Fliege erkennen

Je früher Sie einen Befall entdecken, desto leichter ist er einzudämmen. Achten Sie bei der wöchentlichen Pflanzenkontrolle besonders auf die Blattunterseiten:

Direkte Zeichen:

  • Winzige, 1 bis 2 mm große weiße Tierchen an den Blattunterseiten
  • Eine weiße Wolke, die bei Berührung oder Erschütterung der Pflanze auffliegt und sich kurz darauf wieder absetzt
  • Weißliche, schuppenartige Larven und ovale Eier in Kreisen oder Bögen auf der Blattunterseite

Indirekte Zeichen:

  • Klebriger Honigtau auf Blättern, Früchten, Fensterbank und Boden
  • Schwarzer Rußtaupilz, der sich auf dem Honigtau ansiedelt und die Photosynthese behindert
  • Gelbe Sprenkel, vergilbende und welkende Blätter trotz guter Pflege
Erwachsene Weiße Fliegen mit Larven und Eiern an der Unterseite eines grünen Blattes aus der Nähe
Die erwachsenen Tiere, ihre schuppenartigen Larven und die ovalen Eier sitzen fast ausschließlich an den Blattunterseiten – dort beginnt jede erfolgreiche Bekämpfung.

Lebenszyklus: Warum mehrere Behandlungen nötig sind

Der Schlüssel zum Verständnis der Weißen Fliege liegt in ihrem Lebenszyklus. Ein Weibchen legt in seiner etwa vierwöchigen Lebenszeit bis zu 400 Eier, meist ringförmig auf die jüngsten Blätter. Aus dem Ei schlüpft eine bewegliche Junglarve, die sich rasch festsetzt; es folgen unbewegliche Larvenstadien, eine geschützte Puppe und schließlich die geflügelte erwachsene Fliege.

Entscheidend ist: Auf einer befallenen Pflanze sind immer alle Stadien gleichzeitig vorhanden. Das gut abgeschirmte Puppenstadium ist von vielen Kontaktmitteln kaum zu erreichen und überlebt eine einzelne Spritzung. Wenige Tage später schlüpfen aus diesen Puppen neue Fliegen, und der Befall scheint zurückzukehren. Bei 20 °C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Tier ungefähr 20 Tage; am schnellsten vermehrt sich die Weiße Fliege um 25 °C.

Daraus folgt die wichtigste Regel der Bekämpfung: Kontrollieren und behandeln Sie über mehrere Wochen – mechanische Maßnahmen wie das Abbrausen jede Woche, Pflanzenschutzmittel im Abstand und mit der Höchstzahl laut Gebrauchsanleitung –, damit nachgeschlüpfte Tiere erfasst werden, bevor sie selbst Eier legen.

Gelbtafeln: Monitoring und Massenfang

Die Weiße Fliege wird von der Farbe Gelb angezogen. Gelbtafeln und Gelbsticker – mit Leim bestrichene gelbe Karten – zeigen als Frühwarnsystem an, ob und wie stark Fliegen aktiv sind, und fangen einen Teil der erwachsenen Tiere ab. In sehr kleinen Beständen können sie einen Befall in der Anfangsphase verzögern.

Hängen Sie die Tafeln dicht über die Pflanzen oder stecken Sie kleine Gelbsticker direkt in den Topf, und tauschen Sie sie aus, sobald sie dicht belegt sind. Als alleinige Maßnahme reichen Gelbtafeln bei starkem Befall nicht aus – Eier, Larven und Puppen erreichen sie nicht.

Gelbe Leimtafel zwischen Tomatenpflanzen im Gewächshaus zum Fang von Weißen Fliegen
Gelbtafeln zwischen den Pflanzen wirken als Frühwarnsystem und Massenfang zugleich – ein dichter Belag zeigt zudem den Erfolg der übrigen Maßnahmen an.

Abspritzen und Abbrausen

Die einfachste mechanische Sofortmaßnahme kostet nichts: Brausen Sie die befallene Pflanze kräftig mit lauwarmem Wasser ab – besonders gründlich von unten, denn dort sitzen Tiere, Larven und Eier. Ein scharfer Wasserstrahl spült einen großen Teil der erwachsenen Fliegen und der losen Junglarven weg.

Bei kräftigen Kübelpflanzen können Sie das Abbrausen mit der Dusche oder dem Gartenschlauch vornehmen. Decken Sie den Topfballen vorher ab, damit er nicht überschwemmt wird. Da das Abspritzen weder Eier noch das geschützte Puppenstadium zuverlässig entfernt, ist es vor allem als regelmäßig wiederholte Begleitmaßnahme sinnvoll – am besten ein- bis zweimal pro Woche zusätzlich zu den übrigen Methoden.

Zugelassene Mittel: Kali-Seife, Rapsöl und Co.

Wichtig vorab: Nach § 12 Pflanzenschutzgesetz dürfen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel in ihren festgesetzten Anwendungsgebieten eingesetzt werden – ein nur für Zierpflanzen zugelassenes Mittel also nicht an Tomaten. Selbst angerührte Spritzbrühen aus Schmierseife, Spülmittel oder Neemöl gehören nicht dazu, auch wenn sie in vielen Ratgebern stehen.

Im Haus- und Kleingarten sind gegen Weiße Fliegen laut BVL-Verzeichnis (Stand September 2026) unter anderem Präparate mit Kali-Seife (Fettsäure-Kaliumsalze), Rapsöl, Orangenöl und Pyrethrinen mit Rapsöl zugelassen. Sie wirken über Kontakt: Nur Tiere, die getroffen werden, sterben ab. Sprühen Sie deshalb tropfnass und besonders sorgfältig auf die Blattunterseiten, wo Larven und Eier sitzen. Pyrethrine schädigen als Kontaktgift auch Nützlinge – nach dem Aussetzen von Schlupfwespen sind sie tabu.

Welche Kulturen ein Mittel abdeckt, wie oft und in welchem Abstand es angewendet werden darf, steht in der Gebrauchsanleitung. Sprühen Sie nicht in der prallen Sonne und bei Gemüse nur mit einem für diese Kultur zugelassenen Präparat – unter Beachtung der Wartezeit bis zur Ernte.

Neem und andere systemische Mittel

Während Kali-Seife und Rapsöl nur bei direktem Treffer wirken, dringt der Wirkstoff Azadirachtin – ein Extrakt aus den Kernen des Neembaums – in die Blätter ein und verteilt sich in der Pflanze. Die Weißen Fliegen nehmen ihn beim Saugen auf, auch wenn sie beim Sprühen nicht getroffen wurden. Azadirachtin stört vor allem die Entwicklung der Larven.

Verwenden Sie dafür ein zugelassenes Neem-Präparat und nicht kosmetisches Neemöl mit Spülmittel. Ebenfalls systemisch wirkt Acetamiprid, das an Zierpflanzen zugelassen ist. Für Zimmer- und Balkonpflanzen gibt es Pflanzenschutzstäbchen mit Flupyradifurone, die in den Wurzelballen gesteckt werden: Der Wirkstoff wird über die Wurzeln aufgenommen und hält länger vor. Mehr zum Wirkstoff Azadirachtin erklärt der Ratgeber zur Neem-Öl-Anwendung.

Nützlinge gegen die Weiße Fliege

Im Gewächshaus, Wintergarten oder bei hartnäckigem Dauerbefall sind Nützlinge die nachhaltigste Lösung. Sie spüren auch versteckte Tiere auf, lösen keine Resistenzen aus und halten den Befall langfristig unter der Schadschwelle.

Schlupfwespe Encarsia formosa: Der klassische Gegenspieler der Weißen Fliege im Gewächshaus und Wintergarten. Die nur knapp 0,6 mm kleine Schlupfwespe legt ihre Eier in die Larven der Weißen Fliege; die parasitierten Larven verfärben sich schwarz, und aus ihnen schlüpft eine neue Schlupfwespe statt einer Fliege. Encarsia formosa gilt als eines der ältesten Beispiele biologischer Schädlingsbekämpfung. Bestellen Sie sie sofort, wenn Sie die ersten Weißen Fliegen entdecken – bei Gurken und Tomaten im Gewächshaus auch vorbeugend zwei bis drei Wochen nach der Pflanzung. Bei starkem Ausgangsbefall kann sie die Zahl der Fliegen nicht mehr ausreichend senken. Geliefert wird sie auf Kärtchen mit schwarzen, parasitierten Larven, die Sie gleichmäßig an den Pflanzen verteilen; das Verhältnis schwarzer zu weißer Larven zeigt später, wie gut sie arbeitet.

Raubmilbe Amblyseius swirskii und Raubwanze Macrolophus pygmaeus: Beide ergänzen die Schlupfwespe. Die Raubmilbe Amblyseius swirskii wird vor allem gegen die Baumwoll-Mottenschildlaus (Bemisia tabaci) eingesetzt und frisst zugleich Thripse. Die Raubwanze Macrolophus pygmaeus wird im Gewächshaus an Tomaten, Auberginen und anderen Nachtschattengewächsen gegen beide Weiße-Fliege-Arten eingesetzt. Bei hohen Sommertemperaturen und gegen Bemisia nutzen Profis auch die Schlupfwespen Eretmocerus mundus und Eretmocerus eremicus.

Solche lebenden Nützlinge sind nicht im Supermarkt erhältlich. Sie werden frisch beim spezialisierten Versender bestellt und als lebende Tiere per Post geliefert. In Deutschland gibt es dafür etablierte Anbieter wie Re-Natur, Katz Biotech, Sautter & Stepper oder e-nema. Setzen Sie die Nützlinge direkt nach Erhalt an den befallenen Pflanzen aus und verzichten Sie ab diesem Zeitpunkt auf Spritzmittel, da diese auch die Helfer schädigen.

Gut zu wissen: Während Encarsia formosa und die Raubmilben fast ausschließlich über diese Fachversender verfügbar sind, bekommen Sie die ergänzenden Gelbtafeln auch von Herstellern wie Neudorff, Aeroxon oder Florissa im gut sortierten Garten- und Baumarkt. Wer den Garten insgesamt nützlingsfreundlich gestalten möchte, findet weitere Tipps im Ratgeber Nützlinge im Garten fördern.

Isolierung und Behandlungsplan

Jede erfolgreiche Bekämpfung beginnt damit, die befallene Pflanze zu isolieren und einen festen Behandlungsplan einzuhalten. So unterbrechen Sie die Vermehrung, bevor sich der Befall auf gesunde Nachbarpflanzen ausbreitet.

Behandlungsplan bei Weiße-Fliege-Befall

  1. 1
    Isolieren

    Befallene Pflanze mit Abstand von gesunden Pflanzen trennen, Nachbarpflanzen kontrollieren

  2. 2
    Gelbtafeln

    Tafeln dicht über die Pflanze hängen, um erwachsene Fliegen abzufangen und den Befall zu messen

  3. 3
    Abbrausen

    Pflanze von unten kräftig mit lauwarmem Wasser abspülen

  4. 4
    Sprühen

    Nur bei Bedarf ein zugelassenes Mittel wie Kali-Seife, Rapsöl oder Neem – nach Gebrauchsanleitung, gründlich auf die Blattunterseiten

  5. 5
    Wiederholen

    Wöchentlich kontrollieren und abbrausen, Mittel nur im Abstand laut Gebrauchsanleitung wiederholen

Bei Tomaten, Gurken und Paprika im Hochbeet oder Gewächshaus lohnt sich zusätzlich der Blick in den Ratgeber Schädlinge im Hochbeet erkennen und bekämpfen, der die Weiße Fliege im Zusammenspiel mit anderen Gemüseschädlingen einordnet. Eng verwandt und mit ähnlichen Methoden zu behandeln sind die Wollläuse an Zimmerpflanzen.

Der Weißen Fliege vorbeugen

Vorbeugung ist deutlich einfacher als die Bekämpfung eines etablierten Befalls. Mit ein paar Routinen halten Sie Ihre Pflanzen widerstandsfähig und entdecken einen Befall früh.

Weiße Fliege vorbeugen

  • Neue Pflanzen 2 bis 3 Wochen in Quarantäne halten und die Blattunterseiten kontrollieren
  • Beim Kauf die Blattunterseiten auf weiße Tierchen, Larven und Eier prüfen
  • Gelbtafeln dauerhaft als Frühwarnsystem im Gewächshaus aufhängen
  • Nicht mit Stickstoff überdüngen, da weiches Gewebe saugende Insekten anzieht
  • Pflanzen regelmäßig von unten abbrausen, um erwachsene Tiere und Junglarven abzuspülen
  • Für gute Luftzirkulation sorgen und Pflanzen nicht zu eng stellen
  • Im Gewächshaus frühzeitig Schlupfwespen einsetzen, bevor der Befall ausufert

Bekämpfungsmethoden im Vergleich

Methoden gegen die Weiße Fliege im Überblick

Methode Wirksamkeit Aufwand Wirkt gegen
Gelbtafeln Mittel (Massenfang) Gering Erwachsene Fliegen Auswahl bei Amazon
Abbrausen mit Wasser Gering bis mittel Gering Fliegen, lose Larven
Kali-Seife-Präparat (zugelassen) Mittel (Kontakt) Gering (sprühen) Getroffene Larven und Fliegen Auswahl bei Amazon
Neem-Präparat (Azadirachtin) Mittel bis hoch Gering (sprühen) Larven Auswahl bei Amazon
Schlupfwespe (Encarsia formosa) Hoch bei frühem Einsatz Mittel (einmalig) Larven Auswahl bei Amazon
Raubmilbe (Amblyseius swirskii) Hoch gegen Bemisia Mittel (einmalig) Eier, Junglarven Auswahl bei Amazon

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Pflichthinweis: Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufige Fragen

Was hilft am besten gegen die Weiße Fliege?

Wirksam ist eine Kombination: Gelbtafeln zum Abfangen der erwachsenen Fliegen, regelmäßiges Abbrausen und im Gewächshaus früh ausgesetzte Schlupfwespen (Encarsia formosa). Wer spritzen will, darf nur zugelassene Mittel verwenden – gegen Weiße Fliegen sind im Haus- und Kleingarten etwa Präparate mit Kali-Seife, Rapsöl, Orangenöl oder Azadirachtin (Neem) zugelassen. Weil immer alle Stadien gleichzeitig vorhanden sind, braucht es mehrere Durchgänge über Wochen. Alle Produkte, die wir in unseren Ratgebern zu Garten & Außenbereich empfehlen, stehen gesammelt in der Produktübersicht.

Wie erkenne ich die Weiße Fliege?

Typisch sind winzige, 1 bis 2 mm große weiße Tierchen an den Blattunterseiten, die bei Erschütterung der Pflanze als weiße Wolke auffliegen und sich kurz darauf wieder absetzen. Begleitzeichen sind klebriger Honigtau auf Blättern und Boden sowie schwarzer Rußtaupilz auf dem Honigtau.

Welche Hausmittel helfen gegen die Weiße Fliege?

Bewährt sind das kräftige Abbrausen der Pflanze mit lauwarmem Wasser, gelbe Leimtafeln und das Isolieren befallener Pflanzen. Selbst angerührte Spritzbrühen aus Schmierseife oder Neemöl sind dagegen nicht erlaubt: Nach § 12 Pflanzenschutzgesetz dürfen nur zugelassene Mittel gespritzt werden – etwa fertige Präparate mit Kali-Seife oder Rapsöl.

Warum kommt die Weiße Fliege immer wieder?

Auf einer Pflanze sind stets alle Entwicklungsstadien gleichzeitig vertreten – Eier, Larven, Puppen und erwachsene Tiere. Das gut geschützte Puppenstadium überlebt viele Spritzungen, sodass nach wenigen Tagen neue Fliegen schlüpfen. Nur eine mehrfach wiederholte Behandlung erfasst die nachrückenden Generationen.

Welche Nützlinge fressen die Weiße Fliege?

Die wichtigste Gegenspielerin ist die Schlupfwespe Encarsia formosa, die ihre Eier in die Larven der Weißen Fliege legt; sie wirkt am besten, wenn sie gleich bei den ersten Fliegen ausgesetzt wird. Ergänzend wirken die Raubwanze Macrolophus pygmaeus an Tomaten und anderen Nachtschattengewächsen und – vor allem gegen die Baumwoll-Mottenschildlaus – die Raubmilbe Amblyseius swirskii. Diese lebenden Nützlinge bestellen Sie frisch bei spezialisierten Versendern wie Re-Natur, Katz Biotech oder Sautter & Stepper.

Auch zugelassene Mittel auf Pflanzenbasis wie Neem, Kali-Seife oder Rapsöl dürfen nur in den Kulturen und mit der Dosierung eingesetzt werden, die in der Gebrauchsanleitung stehen (§ 12 Pflanzenschutzgesetz). Bei Obst und Gemüse gilt die Wartezeit bis zur Ernte, im Freiland der Bienenschutz: Bienengefährliche Mittel nicht in blühende Pflanzen spritzen. Bewahren Sie Mittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.

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