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Wohnschutz
Insekten im Haus → 16 Min. Lesezeit

Heuschrecken im Haus und Garten: Welche Art ist das – und was tun?

Grüne, braune oder schwarze Heuschrecke in der Wohnung oder massenhaft im Garten? So bestimmen Sie die Art nach Farbe, bringen das Tier hinaus und wissen, was erlaubt ist.

Von Vyacheslav Levchenko
Grünes Heupferd sitzt abends innen auf dem Rahmen eines gekippten Kunststofffensters – typischer Irrgast, der vom Licht angelockt wurde

Im Spätsommer springt es plötzlich überall: im Rasen, im Beet, an der Hauswand – und abends sitzt eine grüne Heuschrecke am Küchenfenster oder an der Zimmerdecke. Wer genauer hinsieht, findet grüne, braune, beige und fast schwarze Tiere. Das sind nicht Farbvarianten einer Art, sondern meist mehrere verschiedene Heuschrecken – und bei den schwarzen oft gar keine echte Heuschrecke, sondern eine Grille.

Kurz gesagt: Heuschrecken sind für Menschen, Hunde und Katzen harmlos, sie haben weder Gift noch Stachel und vermehren sich nicht in der Wohnung. Ein Tier im Zimmer bringen Sie mit Glas und Postkarte hinaus; ein Fliegengitter und warmweißes Licht halten weitere draußen. Viele Heuschrecken im Garten sind im August und September normal: Die meisten Arten sind dann erwachsen, das Grüne Heupferd frisst sogar Blattläuse und Raupen. Bekämpfen müssen Sie sie nicht – töten ohne vernünftigen Grund ist verboten (§ 39 BNatSchG), und einige Arten wie die Blauflügelige Ödlandschrecke sind besonders geschützt.

Inhalt · 7 Abschnitte

Welche Heuschrecke ist das? Nach Farbe bestimmen

Zwei Merkmale sortieren fast jeden Fund: die Fühler und der Ort. Heuschrecken mit Fühlern länger als der Körper sind Laubheuschrecken – dazu gehören Heupferd, Eichenschrecke und Strauchschrecke, aber auch die Grillen. Kurze, fadenförmige Fühler tragen die Feldheuschrecken, also die klassischen Grashüpfer. Wer dann noch auf Farbe und Fundort achtet, liegt meistens richtig.

Was Sie sehen Wahrscheinlich Was es bedeutet
Groß (3–4 cm), grasgrün, sehr lange Fühler, oft an Hauswand oder Fenster Grünes Heupferd Harmloser Insektenjäger, singt abends laut
Klein (1–1,5 cm), zart hellgrün, abends am Licht oder in der Wohnung Gemeine Eichenschrecke Vom Licht angelockt, harmlos, frisst Blattläuse
Grün oder bräunlich, kurze Fühler, springt tagsüber im Rasen Grashüpfer (z. B. Gemeiner Grashüpfer) Frisst Gräser, im Rasen völlig normal
Dunkelbraun mit gelber Unterseite, kurze Flügelstummel, in Hecke und Beet Gewöhnliche Strauchschrecke Kann nicht fliegen, harmlos
Grau oder beige, auf Kies, Sand oder Schotter, fliegt mit blauen Flügeln auf Blauflügelige Ödlandschrecke Besonders geschützt – nicht fangen
Glänzend schwarz, gedrungen, im Keller oder Erdgeschoss Feldgrille Irrgast aus dem Garten, siehe Grillen-Ratgeber
Hellbraun gescheckt, zirpt nachts hinter Herd oder Heizung Heimchen (Hausgrille) Kann sich im Haus halten, siehe Grillen-Ratgeber

Die schwarze „Heuschrecke“ ist fast immer eine Grille. Glänzend schwarze, dicke Tiere, die im Herbst in Keller und Erdgeschoss auftauchen, sind Feldgrillen; hellbraune, die nachts in der Küche zirpen, sind Heimchen. Grillen gehören zwar zu den Heuschrecken im weiteren Sinn, verhalten sich aber anders – das Heimchen kann sich in warmen Räumen dauerhaft halten. Wie Sie beide unterscheiden und wieder loswerden, steht im Ratgeber Heimchen und Grillen im Haus. Eine Heuschrecke mit Fangbeinen vor der Brust ist dagegen eine Gottesanbeterin – und besonders geschützt.

Die fünf häufigsten Arten im Bild

Grünes Heupferd auf trockenem Erdboden – grasgrüner Körper mit bräunlichem Rückenstreifen, sehr lange Fühler, kräftige Sprungbeine
Grünes Heupferd: bis gut 4 cm lang, Fühler länger als der Körper. Die größte Heuschrecke, die Sie im Garten finden. Foto: AnRo0002 · CC0 · via Wikimedia Commons

Grünes Heupferd. Die Männchen werden knapp drei bis dreieinhalb, die Weibchen bis gut vier Zentimeter lang. Erwachsene Tiere sieht man von Mitte Juli bis in den Oktober, manchmal bis Anfang November. Die Männchen singen vom Nachmittag bis etwa zwei Uhr nachts – das laute, anhaltende Schwirren aus Hecke und Baum. Das Heupferd ernährt sich vor allem räuberisch von Insekten und deren Larven und frisst nur nebenbei weiche Pflanzenteile. Die Weibchen tragen am Hinterleib einen langen, säbelförmigen Legebohrer, mit dem sie ihre Eier in den Boden legen.

Gemeine Eichenschrecke auf grauem Untergrund – zart hellgrün, gelblicher Rückenstreifen, dünne lange Beine und sehr lange Fühler
Gemeine Eichenschrecke: nur 1 bis 1,5 cm, blass hellgrün. Die Heuschrecke, die am häufigsten abends in der Wohnung sitzt. Foto: Ryan Hodnett · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

Gemeine Eichenschrecke. Sie sieht aus wie eine kleine, blasse Ausgabe des Heupferds und ist die typische Heuschrecke in der Wohnung: Sie ist nachtaktiv und fliegt ans Licht, deshalb landet sie im Spätsommer so oft durchs offene Fenster im Zimmer. Zirpen hört man sie nicht – sie „trommelt“ mit den Beinen auf Blättern. Ihre Nahrung sind ausschließlich Insekten, meist Blattläuse und kleine Raupen; ihre Eier legt sie in die Rinde von Laubbäumen.

Gemeiner Grashüpfer auf einem Blatt – grüner Kopf und Halsschild, bräunliche Flügel, kurze Fühler, gelblicher Hinterleib
Gemeiner Grashüpfer: 13 bis 22 mm, grün oder bräunlich, kurze Fühler. Häufigste Feldheuschrecke in Rasen und Wiese. Foto: Fritz Geller-Grimm · CC BY-SA 3.0 · via Wikimedia Commons

Gemeiner Grashüpfer. Er lebt in nahezu jedem grasreichen, nicht zu nassen Lebensraum – also auch im Rasen. Die Tiere sind grün oder braun, gelegentlich rötlich, und 13 bis 22 Millimeter lang; die Weibchen haben meist stark verkürzte Flügel. Erwachsene Grashüpfer gibt es von Juni bis Anfang Oktober. Sie fressen Gräser, und das Zirpen entsteht, wenn die Männchen die Hinterbeine an den Flügelkanten reiben.

Gewöhnliche Strauchschrecke auf einem grünen Blatt – dunkelbrauner Körper, heller Fleck auf dem Rücken, kurze Flügelstummel, lange Beine
Gewöhnliche Strauchschrecke: dunkelbraun mit gelber Unterseite, flugunfähig. Von oben wirkt sie fast schwarz. Foto: Veljo Runnel · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

Gewöhnliche Strauchschrecke. Sie ist grau- bis dunkelbraun, 13 bis 20 Millimeter lang und hat eine auffällig gelbe Unterseite. Die Flügel sind zu Stummeln verkürzt, fliegen kann sie nicht. Sie lebt in Hecken, an Waldrändern und in Gärten, erwachsene Tiere findet man von Juni bis spätestens Ende November. Gefressen werden kleine Insekten wie Blattläuse und Raupen, dazu etwas Löwenzahn oder Brennnessel. Viele „schwarze Heuschrecken“ im Beet sind in Wahrheit Strauchschrecken.

Blauflügelige Ödlandschrecke auf Sand – beige-braun marmoriert, mit hellen Querbinden auf den Flügeldecken, am Boden gut getarnt
Blauflügelige Ödlandschrecke: am Boden beige-grau getarnt, erst im Flug zeigen sich die blauen Hinterflügel. Besonders geschützt. Foto: Andreas Eichler · CC BY-SA 3.0 · via Wikimedia Commons

Blauflügelige Ödlandschrecke. Grau-, beige- bis rötlich-braun marmoriert, auf Sand und Schotter fast unsichtbar. Beim Auffliegen blitzen blau-durchscheinende Hinterflügel mit dunkler Querbinde auf, danach verschwindet sie wieder im Untergrund. Sie braucht trocken-warme, fast kahle Flächen – Sandgruben, Schotter, lückige Trockenrasen. Findet sich so ein Tier auf dem Kiesweg oder im Steingarten, ist das eine kleine Auszeichnung für das Grundstück: Die Art steht auf der Vorwarnliste und ist besonders geschützt.

Weitere Tiere, die im Herbst an Fenster und Fassade auftauchen, finden Sie in unserer Bestimmungshilfe.

Heuschrecke in der Wohnung: so kommt sie hinaus

Eine Heuschrecke im Zimmer ist ein Irrgast. Heupferd und Eichenschrecke kommen durchs gekippte Fenster oder die offene Balkontür, meist abends, angelockt vom Licht. Vermehren können sie sich drinnen nicht: Das Heupferd legt seine Eier in den Boden, die Eichenschrecke in Baumrinde. Eier in der Wohnung müssen Sie nicht suchen.

Heuschrecke aus der Wohnung bringen

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    Glas darüberstülpen

    Ein großes Trinkglas oder einen Becher über das Tier setzen, wenn es an Wand oder Scheibe sitzt

  2. 2
    Postkarte darunterschieben

    Langsam zwischen Wand und Glasrand schieben – so bleiben Beine und Fühler heil

  3. 3
    Draußen absetzen

    In eine Hecke, ein Staudenbeet oder hohes Gras, nicht auf den Rasen vor dem Rasenmäher

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    Abends Licht und Fenster trennen

    Rollo herunter oder Fliegengitter davor, solange drinnen Licht brennt

Mit der Hand geht es auch: Große Tiere klettern oft von selbst auf einen hingehaltenen Finger oder ein Blatt Papier. Fest zupacken sollten Sie dagegen nicht – die Sprungbeine brechen leicht ab, und ein Heupferd zwickt dann zurück.

Damit keine weiteren hereinkommen: Die Eichenschrecke fliegt gezielt ans Licht. Ein Fliegengitter im Fenster, das abends offen steht, hält sie zuverlässig draußen. Außenleuchten mit warmweißem Licht locken deutlich weniger Insekten an die Hauswand als kaltweiße – und mit den Insekten auch weniger Jäger wie Heuschrecken und Spinnen.

Viele Heuschrecken im Garten: was dahintersteckt

Eine „Heuschreckenplage“ im Sinn afrikanischer Schwärme gibt es in Deutschland nicht. Was im August und September wie eine Invasion wirkt, hat einfache Gründe: Die meisten heimischen Arten sind erst jetzt erwachsen, groß genug, um aufzufallen, und die Männchen singen. Heuschrecken sind wärmeliebend; nach einem warmen Sommer sind sie entsprechend zahlreich. Ein Garten mit Hecke, Staudenbeet und nicht jede Woche gemähtem Rasen bietet mehreren Arten gleichzeitig Platz – daher die bunte Mischung aus grünen, braunen und beigen Tieren.

Schaden richten sie im Hausgarten kaum an. Grashüpfer fressen Gräser, im Rasen fällt das nicht auf. Heupferd, Eichenschrecke und Strauchschrecke jagen überwiegend Insekten – darunter Blattläuse und Raupen, die Ihnen im Gemüsebeet sonst zusetzen würden. Ein paar angefressene Salatblätter im Spätsommer sind deshalb kein Grund, einzugreifen.

Wenn Sie ein bestimmtes Beet schützen möchten, zum Beispiel Jungpflanzen im Spätsommer, hilft Abdecken mehr als jedes Mittel:

  • Kulturschutznetz über Bügeln spannen und die Ränder mit Erde oder Steinen beschweren. Es hält Heuschrecken ebenso fern wie Kohlweißling und Gemüsefliegen.
  • Rasen abschnittsweise mähen statt alles auf einmal: Die Tiere weichen in den stehen gebliebenen Streifen aus, statt ins Beet zu springen.
  • Keine Insektizide. Ein Spritzmittel träfe die Blattlausjäger unter den Heuschrecken ebenso wie Bienen und Marienkäfer – und löste ein Problem, das es im Hausgarten kaum gibt.

Beißen sie? Kinder, Katzen, Hunde

Heuschrecken haben kein Gift und keinen Stachel und übertragen keine Krankheiten. Der lange „Stachel“ am Hinterleib des Heupferd-Weibchens ist ein Legebohrer für die Eiablage in den Boden – stechen kann es damit nicht. Große Laubheuschrecken wie das Heupferd haben allerdings kräftige Mundwerkzeuge und können zwicken, wenn man sie fest in die Hand nimmt. Das ist unangenehm, aber harmlos.

  • Kinder dürfen Heuschrecken beobachten und auf der offenen Hand sitzen lassen. Nicht festhalten, nicht in Gläser sperren – die Tiere gehen darin schnell ein.
  • Katzen jagen Heuschrecken gern und fressen sie auch. Für die Katze ist das in aller Regel unbedenklich.
  • Hunde schnappen nach springenden Tieren; auch das ist harmlos.

Was erlaubt ist und welche Arten geschützt sind

Für alle wild lebenden Heuschrecken gilt der allgemeine Artenschutz: Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten (§ 39 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG). Ein paar angefressene Blätter sind kein vernünftiger Grund – ein Tier aus dem Zimmer nach draußen zu setzen dagegen ist erlaubt und genau richtig.

Einige Arten stehen außerdem in Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung und sind besonders geschützt. Für sie gilt § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG: nicht nachstellen, nicht fangen, nicht verletzen, nicht töten. Verstöße können nach § 69 BNatSchG mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Art Schutz Was das für Sie heißt
Grünes Heupferd, Eichenschrecke, Gemeiner Grashüpfer, Strauchschrecke Allgemeiner Artenschutz (§ 39 BNatSchG) Hinaussetzen erlaubt, töten ohne vernünftigen Grund verboten
Blauflügelige Ödlandschrecke, Rotflügelige Ödlandschrecke, Blauflügelige Sandschrecke Besonders geschützt (Anlage 1 BArtSchV) Nicht fangen, nicht töten; Lebensraum wie Kies- und Sandflächen erhalten
Italienische Schönschrecke, Rotflügelige Schnarrschrecke Besonders geschützt Wie oben – in Gärten selten
Gottesanbeterin (keine Heuschrecke, oft verwechselt) Besonders geschützt Mitsamt Eigelege, siehe eigener Ratgeber

Wer im Garten gezielt gegen Tiere vorgehen will, sollte vorher prüfen, ob sie geschützt sind – die Übersicht dazu, einschließlich der Bußgelder, finden Sie im Ratgeber Geschützte Tiere im Garten. Heuschrecken zu fotografieren und das Bild auf einem Naturbeobachtungsportal wie observation.org hochzuladen, ist dagegen jederzeit erlaubt – und bei seltenen Arten wie der Ödlandschrecke für die Kartierung wertvoll.

Kein Mittel nötig – und keines sinnvoll

Für Heuschrecken in Wohnung und Hausgarten brauchen Sie weder Spray noch Falle. Im Haus genügt es, das Tier hinauszusetzen und abends Licht und offenes Fenster zu trennen; im Garten schützt ein Netz einzelne Beete. Insektizide würden vor allem die nützlichen Arten treffen.

Häufige Fragen

Wie kommt eine Heuschrecke in die Wohnung?

Meist abends durch ein gekipptes Fenster oder die offene Balkontür. Vor allem die kleine, hellgrüne Eichenschrecke ist nachtaktiv und fliegt ans Licht. Auch das Grüne Heupferd sitzt im Spätsommer oft an Hauswand und Fensterrahmen und springt von dort ins Zimmer. Ein Fliegengitter im abends geöffneten Fenster hält beide draußen.

Legen Heuschrecken Eier in der Wohnung?

Nein. Das Grüne Heupferd legt seine Eier mit dem Legebohrer in den Boden, die Eichenschrecke in die Rinde von Laubbäumen. In der Wohnung finden sie dafür keinen Platz und vermehren sich dort nicht. Eine Heuschrecke im Zimmer ist ein einzelner Irrgast.

Was ist die schwarze Heuschrecke im Haus?

Fast immer eine Feldgrille: glänzend schwarz, gedrungen, 2 bis 2,6 cm, oft im Keller oder Erdgeschoss. Sie kommt als Irrgast aus dem Garten. Hellbraune Tiere, die nachts hinter Herd oder Heizung zirpen, sind Heimchen. Im Garten sind dunkelbraune, flugunfähige Tiere mit gelber Unterseite Strauchschrecken.

Sind Heuschrecken gefährlich oder giftig?

Nein. Heuschrecken haben weder Gift noch Stachel und übertragen keine Krankheiten. Der lange Fortsatz am Hinterleib des Heupferd-Weibchens ist ein Legebohrer, kein Stachel. Große Arten können zwicken, wenn man sie fest in die Hand nimmt – das ist harmlos. Auch für Katzen und Hunde, die eine Heuschrecke fressen, besteht in aller Regel keine Gefahr.

Warum sind dieses Jahr so viele Heuschrecken im Garten?

Im August und September sind die meisten heimischen Arten erwachsen, groß und laut – deshalb fallen sie jetzt auf. Heuschrecken lieben Wärme, nach einem warmen Sommer sind sie entsprechend zahlreich. Eine Plage wie in Afrika gibt es in Deutschland nicht, und die meisten Arten richten im Hausgarten kaum Schaden an.

Darf man Heuschrecken töten?

Ohne vernünftigen Grund nicht: § 39 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG verbietet, wild lebende Tiere grundlos zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Einige Arten wie die Blauflügelige Ödlandschrecke sind zudem besonders geschützt (§ 44 BNatSchG); hier drohen nach § 69 BNatSchG Bußgelder bis 50.000 Euro. Ein Tier aus der Wohnung nach draußen zu setzen, ist dagegen erlaubt.

Fressen Heuschrecken mein Gemüse?

Kaum. Grashüpfer fressen vor allem Gräser, Heupferd, Eichenschrecke und Strauchschrecke jagen überwiegend Insekten, darunter Blattläuse und Raupen. Wer ein Beet mit Jungpflanzen trotzdem schützen will, spannt ein Kulturschutznetz darüber. Insektizide sind unnötig und treffen vor allem Nützlinge.

Was ist eine Heuschrecke mit blauen Flügeln?

In Deutschland meist die Blauflügelige Ödlandschrecke. Am Boden ist sie grau oder beige marmoriert und kaum zu sehen, erst im Flug zeigen sich die blauen Hinterflügel mit dunkler Binde. Sie lebt auf trockenen, kahlen Sand- und Schotterflächen und ist besonders geschützt – bitte nicht fangen.

Weitere Ratgeber

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