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Wohnschutz
Asiatische Hornisse → 17 Min. Lesezeit

Asiatische Hornisse und Bienen: Gefahr und Schutz der Völker

Warum die Asiatische Hornisse Honigbienen bedroht, wie sie vor dem Flugloch jagt und womit Imker ihre Völker schützen – inklusive dessen, was nicht hilft.

Von Vyacheslav Levchenko
Asiatische Hornisse im Schwirrflug vor dem Flugloch eines Bienenstocks

Die Asiatische Hornisse ist nicht in erster Linie eine Gefahr für den Menschen, sondern für die Honigbiene. Vespa velutina ist ein spezialisierter Bienenjäger – und genau das macht sie für die Imkerei zu einer der größten aktuellen Herausforderungen.

Einen Gesamtüberblick zum Thema bietet die Seite Asiatische Hornisse – erkennen, melden, schützen.

Inhalt · 7 Abschnitte

Hinweis

Maßnahmen am Bienenstand bringen Sie in die Nähe jagender Hornissen. Arbeiten Sie ruhig und mit Schutzkleidung. Bei einer bekannten Insektengift-Allergie kann jeder Stich gefährlich werden – führen Sie Ihr Notfallset mit und rufen Sie im Ernstfall den Notruf 112. Reizen Sie niemals ein Hornissennest.

Warum Bienen das Hauptopfer sind

Vespa velutina benötigt für die Aufzucht ihrer Larven große Mengen tierisches Eiweiß. Honigbienen sind dafür eine ideale Beute: Sie treten konzentriert an einem festen Ort auf – dem Bienenstock – und fliegen den ganzen Tag berechenbar ein und aus. Für die Hornisse ist ein Bienenstand damit ein gedeckter Tisch, eine verlässliche und energiesparende Nahrungsquelle, die sie über Wochen immer wieder anfliegt.

Asiatische Hornisse (Vespa velutina) – dunkler Körper, gelbe Beinenden, eine gelborange Binde am Hinterleib
Dunkler Körper, gelbe Beinenden, eine einzelne gelborange Binde: So sieht die Art aus, die vor Bienenstöcken im Rüttelflug steht. Dieses Verhalten erkennt man im Feld oft schneller als die Färbung. Foto: Danel Solabarrieta · CC BY-SA 2.0 · via Wikimedia Commons

Besonders kritisch ist der Zeitpunkt: Der Eiweißbedarf eines Hornissenvolkes erreicht im Spätsommer und Frühherbst seinen Höhepunkt, wenn das Nest am größten ist und besonders viele Larven versorgt werden müssen. Genau in dieser Phase bauen auch die Bienen ihre Wintervorräte auf. Der Jagddruck trifft die Völker also ausgerechnet dann, wenn sie für das Überleben im Winter am stärksten auf ein ungestörtes Sammeln angewiesen sind.

Ein entscheidender Nachteil kommt hinzu: Heimische Honigbienen (Apis mellifera) haben gegen die eingeschleppte Hornisse keine wirksame Verteidigung entwickelt. Asiatische Bienenarten wie Apis cerana sind dagegen seit Jahrtausenden an Vespa velutina angepasst. Sie umschließen eine angreifende Hornisse mit Dutzenden Arbeiterinnen zu einer dichten Kugel und heizen sie durch gemeinsames Muskelzittern so weit auf, dass die Hornisse in dieser „Bienenkugel” überhitzt. Zusätzlich schrecken sie wellenförmig vor dem Flugloch auf und warnen sich so gegenseitig. Europäischen Völkern fehlen diese eingespielten Reflexe – sie können sich nur einzeln und wenig koordiniert wehren, was die eingeführte Hornisse kaum bremst.

Wie die Asiatische Hornisse jagt

Das typische Jagdbild ist unverkennbar: Die Hornisse steht im Schwirrflug wie ein Kolibri einige Zentimeter vor dem Flugloch und fängt heimkehrende, schwer beladene Sammlerinnen im Flug ab. Fachleute bezeichnen dieses Verhalten als „Hawking”; im französischsprachigen Raum, wo Vespa velutina schon lange verbreitet ist, spricht man von der „chasse au vol” (Jagd im Flug) beziehungsweise der „chasse à l’affût”, der Jagd aus dem Lauerflug. Die Hornisse wählt bevorzugt Bienen, die mit Pollen und Nektar beladen und dadurch schwerfällig und wenig wendig sind.

Hat sie eine Biene gegriffen, fliegt sie zu einem nahen Ast oder Blatt und zerlegt die Beute: Kopf, Flügel, Beine und Hinterleib werden entfernt, aus der eiweißreichen Brustmuskulatur formt die Hornisse eine kleine Fleischkugel, die sie zum Nest trägt und dort an die Larven verfüttert. Anschließend kehrt sie oft an denselben Stand zurück. An einem lohnenden Bienenstand lösen sich mehrere Hornissen regelrecht ab; die Aktivität ist am Vormittag und am späten Nachmittag am höchsten.

Dieses „Rütteln” vor dem Flugloch ist ein starkes Erkennungsmerkmal und zugleich ein Frühwarnzeichen für den Imker: Wer es bemerkt, sollte umgehend mit Schutzmaßnahmen reagieren. Treten mehrere Hornissen gleichzeitig auf, geraten die Bienen in den sogenannten Paralyse-Zustand (englisch „foraging paralysis”): Aus Angst vor der Hornisse stellen sie den Ausflug weitgehend ein, verbleiben im Stock und sammeln kaum noch Nahrung. Genau dieser indirekte Effekt richtet oft mehr Schaden an als die Zahl der tatsächlich erbeuteten Bienen.

Asiatische Hornisse im Schwirrflug vor dem Flugloch eines Bienenstocks beim Abfangen einer Honigbiene
Im Schwirrflug vor dem Flugloch fängt die Asiatische Hornisse heimkehrende Sammlerinnen ab – ein typisches Jagdbild.

Schäden für die Imkerei

Der eigentliche Schaden entsteht weniger durch die Zahl der direkt erbeuteten Bienen als durch den Dauerstress. Das zentrale Problem trägt in der Fachliteratur den Namen „foraging paralysis”: Unter starkem Jagddruck trauen sich die Bienen nicht mehr aus dem Stock. Stellt ein Volk die Sammeltätigkeit über Tage oder Wochen weitgehend ein, fehlt ihm ausgerechnet im Spätsommer der Aufbau der Wintervorräte. Die Folge ist Futterstress: Das Volk zehrt an seinen Reserven, zieht weniger und schwächere Winterbienen auf und geht geschwächt in die kalte Jahreszeit.

Solche geschwächten Völker überstehen den Winter schlechter und brechen in Kombination mit anderen Belastungen – etwa einem hohen Befall durch die Varroamilbe oder einem trachtarmen Jahr – deutlich leichter zusammen. Der Zusammenbruch zeigt sich dann oft erst Wochen nach dem eigentlichen Jagddruck, was die Ursache leicht verschleiert.

Erfahrungswerte aus Ländern, in denen die Art schon länger heimisch ist, unterstreichen das Risiko. In Frankreich wurde Vespa velutina bereits 2004 nachgewiesen und hat sich von dort über weite Teile West- und Südeuropas ausgebreitet; auch aus Spanien und Portugal berichten Imker seit Jahren über geschwächte Stände und regionale Völkerverluste, vor allem im Herbst. Belastbare, allgemeingültige Verlustquoten lassen sich daraus nicht ableiten – die Schäden schwanken stark je nach Region, Nestdichte und Betriebsweise. Der Trend ist jedoch eindeutig: Wo die Hornisse dicht auftritt, steigt der Aufwand für die Imkerei erheblich.

Für Imker lohnt es sich deshalb, den Stand ab dem Hochsommer regelmäßig zu beobachten. Erste Warnzeichen sind einzelne Hornissen im Schwirrflug vor dem Flugloch, ein auffällig nachlassender Flugbetrieb an sonnigen Tagen, Bienen, die sich ängstlich am Einflug zusammendrängen, sowie vermehrt tote Bienen vor dem Stock. Je früher Sie diese Anzeichen bemerken, desto wirksamer greifen Gegenmaßnahmen – ein spät erkannter Dauerbefall lässt sich im Herbst nur noch schwer ausgleichen.

Für Imkereien in stark betroffenen Regionen bedeutet das ständige Kontrolle, Schutzvorrichtungen und im schlimmsten Fall Völkerverluste. Wie weit die Art in Deutschland bereits verbreitet ist, zeigt der Beitrag Asiatische Hornisse in Deutschland – Ausbreitung und Karte.

Schutzmaßnahmen am Bienenstand

Einen lückenlosen Schutz gibt es nicht – wohl aber mehrere Maßnahmen, die den Jagddruck spürbar senken und den Völkern die Verteidigung erleichtern. In der Praxis wirkt am besten eine Kombination mehrerer Bausteine, abgestimmt auf die Stärke des Befalls:

Wirksame Schutzmaßnahmen am Bienenstand

  1. ✓
    Flugloch verengen

    Ein kleineres Flugloch lässt sich vom Wächterbienen besser verteidigen

  2. ✓
    Muffschutz oder Schutzgitter

    Vorbauten erschweren der Hornisse den direkten Anflug ans Flugloch

  3. ✓
    Elektrische Schutzharfe

    An stark betroffenen Ständen reduziert sie gezielt anfliegende Hornissen

  4. ✓
    Stände aufräumen

    Heruntergefallene Bienen und freie Anflugflächen reduzieren

  5. ✓
    Völker stärken

    Starke, gesunde Völker verteidigen sich deutlich besser

Bienenstock mit verengtem Flugloch und Schutzgitter als Schutz vor der Asiatischen Hornisse
Ein verengtes Flugloch und ein vorgesetztes Schutzgitter erleichtern dem Volk die Verteidigung gegen anfliegende Hornissen.

Schutzmaßnahmen am Bienenstand im Vergleich

Maßnahme Wirkung Aufwand / Hinweis
Flugloch verengen Schmaler Eingang – die Wächterbienen verteidigen konzentriert Gering – kostengünstige Sofortmaßnahme
Muffschutz / Muschelgitter davor Erschwert der Hornisse den direkten Schwirrflug-Anflug ans Flugloch Gering bis mittel, einfach nachrüstbar
Elektrische Schutzharfe Fängt gezielt anfliegende Hornissen; nur an stark betroffenen Ständen sinnvoll Hoch, umstritten wegen Beifang und Stromversorgung
Stand aufräumen, Völker stärken Weniger Angriffsfläche; starke, gesunde Völker wehren sich besser Laufend – gehört zur guten Imkerpraxis
Nester suchen und melden Schaltet die Jagdquelle dauerhaft aus – nachhaltigste Maßnahme Mittel; Entfernung nur durch Fachleute

Eine Fluglochverengung ist die einfachste und kostengünstigste Sofortmaßnahme. Die Asiatische Hornisse jagt vor allem im Schwirrflug vor dem Stock; ein schmaler Eingang verkleinert die Angriffsfläche, und die Wächterbienen können ihn konzentriert verteidigen. Ein festes Maß, das Bienen durchlässt und Hornissen sicher aussperrt, ist nicht belegt – richten Sie sich nach der Volksstärke und lassen Sie den Bienen genug Raum für den Flugbetrieb. In Kombination mit einem Muffschutz oder einem vorgesetzten Gitter wird zusätzlich der direkte Anflug erschwert.

An besonders exponierten Ständen setzen Imker zunehmend auf elektrische Schutzharfen, die anfliegende Hornissen an stromführenden Drähten abfangen, während die kleineren Bienen die Gitterabstände passieren. Die Wirkung ist allerdings umstritten: Solche Harfen können auch andere Insekten töten (Beifang), benötigen eine Stromversorgung sowie regelmäßige Kontrolle und ersetzen keine Nestentfernung. Sie sind daher eher eine Ergänzung an schwer betroffenen Ständen als eine Standardlösung. Wer mehrere Stände betreut, sollte zudem in Schutzkleidung investieren, um bei Kontrollen und Anflugbeobachtung ruhig arbeiten zu können.

Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt: Bauen Sie Fluglochverengung und Schutzgitter rechtzeitig ab dem Spätsommer ein, wenn der Jagddruck typischerweise ansteigt, und nicht erst, wenn die Völker bereits sichtbar geschwächt sind. Ein sonniger, offener Standort mit freier Anflugschneise erleichtert den Bienen die Rückkehr und den Wächterbienen die Verteidigung, während dichtes Gebüsch direkt vor dem Flugloch den lauernden Hornissen Deckung bietet. Prüfen Sie die Vorrichtungen in der Hauptsaison regelmäßig, da sich Anflugverhalten und Hornissendichte im Verlauf des Spätsommers verändern.

Nester finden und melden

Die nachhaltigste Maßnahme liegt nicht am Stock, sondern in der Umgebung: das Auffinden und Melden von Nestern. Ein entferntes Nest schaltet eine ganze Jagdquelle dauerhaft aus und entlastet damit alle Bienenstände im Umkreis.

Vespa velutina baut im Jahresverlauf zwei Neststandorte. Das kleine Primärnest entsteht im Frühjahr, hängt oft niedrig und geschützt an Gebäuden, in Schuppen oder in Hecken und ist etwa faustgroß. Im Sommer zieht das Volk häufig um und errichtet ein großes Sekundärnest, das die Größe eines Basketballs deutlich überschreiten kann und meist hoch in Baumkronen sitzt. Dort bleibt es im belaubten Zustand oft unentdeckt und fällt vielfach erst im Herbst auf, wenn die Blätter fallen.

Zum Aufspüren nutzen Imker die Triangulation: Sie beobachten von mehreren Punkten aus die Ab- und Anflugrichtung jagender Hornissen und stoppen die Zeit bis zur Rückkehr. Aus dem Schnittpunkt der Flugrichtungen und der Rückkehrdauer lässt sich das Nest grob einkreisen. Den Fund geben Sie anschließend an die zuständige Meldestelle weiter – die eigentliche Entfernung übernehmen ausschließlich Fachleute.

Vernetzen Sie sich dabei mit Ihrem lokalen Imkerverein und den regionalen Meldeplattformen: Jede gemeldete Sichtung verbessert die Übersicht über die Ausbreitung und hilft, Nester schneller zu lokalisieren und fachgerecht entfernen zu lassen. Gerade in noch wenig besiedelten Gebieten ist eine frühe Meldung entscheidend, um die weitere Ausbreitung zu bremsen.

Wie und wo Sie einen Fund korrekt melden und wer die Nester entfernt, beschreibt der Ratgeber Asiatische Hornisse melden und Nest entfernen lassen.

Was nicht hilft

Gut gemeint, aber kontraproduktiv sind Fallen am Bienenstand. Sie fangen überwiegend heimische Insekten – Wespen, Bienen, Schmetterlinge – und tragen kaum zur Reduktion der Hornissen bei. Auch die als selektiv beworbenen Modelle fingen in Freilandversuchen der Landesanstalt für Bienenkunde Honigbienen, Wespen und die besonders geschützte Europäische Hornisse; ihr Einsatz ist danach naturschutzrechtlich nicht zulässig, und das Regierungspräsidium Tübingen erteilt keine Ausnahmen. Einzelheiten erklärt der Beitrag Fallen gegen die Asiatische Hornisse: sinnvoll oder schädlich?.

Auch der oft empfohlene Fang von Königinnen im Frühjahr mit süßen Lockstoffen ist keine Lösung: Gerade im Frühjahr sind auch die Königinnen heimischer Wespen, Hummeln und Hornissen unterwegs, und Fallen, die nachweislich nur die Asiatische Hornisse fangen, gibt es bislang nicht.

Dringend abzuraten ist vom eigenhändigen Entfernen eines Nestes. Ein gestörtes Vespa-velutina-Volk verteidigt sich massiv, und die großen Sekundärnester hängen zudem oft in mehreren Metern Höhe. Das Hantieren mit Insektenspray, Feuer oder Wasser ist gefährlich, meist wirkungslos und kann zu schweren Stichserien führen. Überlassen Sie die Entfernung immer geschulten Fachleuten.

Ebenfalls wenig hilfreich ist das Bekämpfen einzelner jagender Hornissen am Flugloch. Solange das Nest besteht, kommen ständig neue Tiere nach. Ihre Energie ist besser in Nestsuche, Meldung und solide Schutzvorrichtungen investiert.

Häufige Fragen

Warum ist die Asiatische Hornisse für Bienen so gefährlich?

Vespa velutina jagt gezielt Honigbienen, indem sie im Schwirrflug vor dem Flugloch lauert und heimkehrende Sammlerinnen abfängt. Schon wenige Hornissen können ein Volk so unter Dauerstress setzen, dass die Bienen die Flugaktivität einstellen, verhungern und im Spätsommer geschwächt in den Winter gehen.

Wie können Imker ihre Völker vor der Asiatischen Hornisse schützen?

Bewährt sind Fluglochverengungen, die das Volk besser verteidigen kann, sowie Muffschutz oder Schutzgitter vor dem Stock. An stark betroffenen Ständen kommen elektrische Schutzharfen zum Einsatz. Wichtig sind außerdem das Auffinden und Melden von Nestern in der Umgebung.

Sind Fallen am Bienenstand sinnvoll?

Nein. Fallen fangen vor allem heimische Insekten – auch die als selektiv beworbenen Modelle fingen in Versuchen der Landesanstalt für Bienenkunde Honigbienen, Wespen und die besonders geschützte Europäische Hornisse, ihr Einsatz ist naturschutzrechtlich nicht zulässig. Die wirksamste Maßnahme bleibt das frühe Melden und Entfernen von Nestern, dazu Schutz am Flugloch.

Tötet die Asiatische Hornisse ganze Bienenvölker?

Direkt durch Beutezug selten in kurzer Zeit, aber der dauerhafte Jagddruck schwächt Völker erheblich. Bienen stellen aus Angst die Sammeltätigkeit ein, was zu Nahrungsmangel und geschwächten Wintervölkern führt. In Kombination mit anderen Belastungen können dadurch Völker zusammenbrechen.

Was bedeutet der Begriff Hawking bei der Asiatischen Hornisse?

Hawking bezeichnet das typische Jagdverhalten: Die Hornisse steht im Schwirrflug einige Zentimeter vor dem Flugloch und fängt heimkehrende Sammlerinnen im Flug ab. Im Französischen heißt dieses Lauern chasse au vol oder chasse à l'affût. Das auffällige Rütteln vor dem Stock ist für Imker ein wichtiges Frühwarnzeichen.

Ab wann im Jahr wird die Asiatische Hornisse für Bienenvölker gefährlich?

Der Jagddruck steigt im Spätsommer und Frühherbst stark an, weil das Hornissennest dann am größten ist und besonders viel Eiweiß für die Larven benötigt. Genau in dieser Phase bauen die Bienen ihre Wintervorräte auf, sodass der Stress durch die Hornisse besonders schwer wiegt und die Völker geschwächt in den Winter gehen können.

Wie groß muss eine Fluglochverengung sein, damit Bienen passieren, aber Hornissen nicht?

Ein festes Einheitsmaß gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Bienen ungehindert passieren und die Wächterbienen den Eingang auf schmaler Breite verteidigen können – die Asiatische Hornisse jagt ohnehin meist vor dem Stock, nicht im Stock. Ein vorgesetztes Gitter erschwert zusätzlich den direkten Anflug.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information für die Imkerpraxis und ersetzt keine fachliche Beratung durch Bieneninstitute oder Imkerverbände. Schutzmaßnahmen und rechtliche Vorgaben können sich regional unterscheiden. Bei allergischen Reaktionen nach einem Stich suchen Sie sofort ärztliche Hilfe oder rufen Sie den Notruf 112.

Weitere Ratgeber

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