Wohnschutz
Garten & Außenbereich 15 Min. Lesezeit

Kohlweißling bekämpfen: Raupen am Kohl biologisch loswerden 2026

Kohlweißling bekämpfen: Großen und Kleinen Kohlweißling, grüne Raupen und gelbe Eigelege erkennen und mit Kulturschutznetz, Absammeln, Bacillus thuringiensis und Schlupfwespen loswerden.

Grüne Kohlweißling-Raupen fressen an einem angefressenen Kohlblatt, im Hintergrund ein weißer Falter

Hinweis

Dieser Ratgeber dient der Information rund um den Pflanzenschutz im Hausgarten und ersetzt keine fachliche Beratung. Biologische Präparate sind nur nach der Gebrauchsanleitung des Herstellers und im zugelassenen Rahmen anzuwenden. Bewahren Sie alle Mittel für Kinder und Haustiere unzugänglich auf. Bei Unsicherheit hilft der amtliche Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes weiter.

Erst tanzen die weißen Falter über dem Beet, wenig später sind die Kohlblätter durchlöchert: Der Kohlweißling gehört zu den hartnäckigsten Schädlingen an Kohl und anderen Kreuzblütlern. Den Schaden richten nicht die hübschen Schmetterlinge an, sondern ihre gefräßigen Raupen – sie können Wirsing, Brokkoli, Rosenkohl oder Radieschen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen kahl fressen und sich beim Kleinen Kohlweißling sogar in die Köpfe bohren.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Falter, Raupen und die gelben Eigelege sicher erkennen, den Lebenszyklus verstehen und den Befall Schritt für Schritt biologisch eindämmen – vom Kulturschutznetz über das Absammeln und Bacillus thuringiensis bis zu Schlupfwespen und Mischkultur. Wer den Gemüsegarten naturnah pflegt, findet weitere Anleitungen in den Ratgebern Kartoffelkäfer bekämpfen, Nützlinge im Garten fördern und Schädlinge im Hochbeet abwehren.

Kohlweißling erkennen

Hinter dem Namen Kohlweißling stehen zwei nah verwandte Tagfalter: der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Beide haben weiße Flügel mit schwarzen Spitzen; beim Großen Kohlweißling sind die Zeichnungen kräftiger und die Spannweite mit bis zu sechs Zentimetern größer. Verwechseln lassen sie sich mit dem ebenfalls weißen Grünader-Weißling, der jedoch deutlich grün geäderte Flügelunterseiten hat und am Kohl kaum Schaden anrichtet.

Befallen werden ausschließlich Kreuzblütler (Brassicaceae): alle Kohlarten von Weißkohl über Brokkoli und Blumenkohl bis Rosenkohl, dazu Radieschen, Rettich, Kohlrabi, Senf und Zierpflanzen wie die Kapuzinerkresse. Die ersten Falter sind ab dem Frühjahr zu sehen und legen ihre Eier gezielt an diese Pflanzen. Entscheidend für die Bekämpfung ist es, neben den Faltern vor allem die Raupen und die Eigelege zu finden.

Raupen und Eigelege erkennen

Die beiden Arten unterscheiden sich vor allem im Raupenstadium – und das ist für die Bekämpfung wichtig. Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gelblich-grün, tragen schwarze Flecken und feine Härchen und sitzen oft gesellig in größeren Gruppen auf der Blattoberseite. Sie fressen die Blätter von außen her durchlöchernd kahl. Die Raupen des Kleinen Kohlweißlings sind dagegen einfarbig samtgrün mit einer feinen gelben Längslinie, leben einzeln und sind gut getarnt – sie fressen sich gern in das Herz der Pflanze und in die Kohlköpfe hinein, wo der Schaden lange unbemerkt bleibt.

Noch früher ansetzen können Sie bei den Eigelegen: Der Große Kohlweißling klebt seine gelben, länglich-stehenden Eier in auffälligen Häufchen von oft 20 bis 100 Stück an die Blattunterseite, der Kleine Kohlweißling legt seine Eier eher einzeln ab. Wer die Unterseiten regelmäßig kontrolliert und die gelben Gelege zerdrückt, fängt eine ganze Raupengeneration ab, bevor sie überhaupt schlüpft.

Grüne Kohlweißling-Raupen mit schwarzen Flecken fressen Löcher in ein Kohlblatt
Die geselligen, gelb-grün gefleckten Raupen des Großen Kohlweißlings durchlöchern die Blätter und fressen sie bis auf die Rippen kahl.

Kohlweißling sicher erkennen

  1. Falter

    Weiße Flügel mit schwarzen Spitzen; Großer Kohlweißling bis 6 cm Spannweite

  2. Raupe Großer Kohlweißling

    Gelb-grün, schwarze Flecken, fein behaart, gesellig auf der Blattoberseite

  3. Raupe Kleiner Kohlweißling

    Einfarbig samtgrün mit gelber Linie, einzeln, bohrt sich in die Köpfe

  4. Eigelege

    Gelbe, stehende Eihäufchen an der Blattunterseite

Lebenszyklus und Generationen

Wer den Kohlweißling dauerhaft eindämmen will, sollte seinen Jahresablauf kennen, denn jede Maßnahme wirkt nur zum richtigen Zeitpunkt. Der Falter überwintert als Puppe an geschützten Stellen wie Mauern, Zäunen oder Pflanzenstängeln. Im Frühjahr, je nach Witterung ab April oder Mai, schlüpfen die ersten Falter, paaren sich und beginnen mit der Eiablage an den Kreuzblütlern.

Aus den Eiern schlüpfen nach etwa ein bis zwei Wochen die Raupen, die über zwei bis drei Wochen mehrere Stadien durchlaufen und dabei den größten Fraßschaden anrichten, bevor sie sich verpuppen. So entwickeln sich über den Sommer zwei bis drei Generationen – die Sommergenerationen sind oft die zahlreichsten. In warmen Jahren überlagern sich die Stadien, sodass gleichzeitig Falter, Eier und Raupen am Kohl zu finden sind und der Befall bis in den Oktober anhält.

Lebenszyklus des Kohlweißlings im Jahresverlauf

  1. 1
    Überwinterung als Puppe

    Die Puppen überdauern den Winter an Mauern, Zäunen und Stängeln

  2. 2
    Falterflug und Eiablage ab April

    Die ersten Falter legen gelbe Eigelege an die Blattunterseiten der Kreuzblütler

  3. 3
    Raupenfraß

    Nach ein bis zwei Wochen schlüpfen die Raupen und fressen über zwei bis drei Wochen das Laub

  4. 4
    Verpuppung und neue Generation

    Die Raupen verpuppen sich; über den Sommer folgen zwei bis drei Generationen

Für die Praxis heißt das: Je früher Sie im Jahr die Eiablage verhindern und je konsequenter Sie die erste Generation kurz halten, desto weniger Falter stehen für die zahlreichen Sommergenerationen zur Verfügung. Ein einmaliges Eingreifen reicht selten – Kontrolle und Bekämpfung ziehen sich über die ganze Saison.

Kulturschutznetze: die wichtigste Vorbeugung

Die wirksamste und eleganteste Maßnahme gegen den Kohlweißling ist ein feinmaschiges Kulturschutznetz. Direkt über die jungen Kohlpflanzen oder über ein stützendes Gestell gespannt, hindert es die Falter daran, ihre Eier überhaupt erst abzulegen – kein Ei, keine Raupe. Achten Sie auf eine Maschenweite, die auch die Falter zuverlässig aussperrt, und schließen Sie die Ränder rundum dicht mit Erde, Brettern oder Sandsäcken, damit kein Falter darunter schlüpfen kann.

Junge Kohlpflanzen im Gemüsebeet unter einem feinmaschigen weißen Kulturschutznetz
Ein früh aufgelegtes, feinmaschiges Kulturschutznetz hält die Falter ab, sodass sie ihre Eier gar nicht erst am Kohl ablegen können.

Wichtig ist, das Netz von Anfang an aufzulegen, solange die Pflanzen noch nicht befallen sind, und es zum Lüften, Gießen und Ernten nur kurz zu öffnen. Achten Sie darauf, dass keine Blätter durch die Maschen wachsen und dort beweidet werden können. So bleiben die Kohlpflanzen über die ganze Saison geschützt, ohne dass Sie zu weiteren Mitteln greifen müssen.

Raupen und Eigelege absammeln

Sind bereits Raupen oder Eier vorhanden – etwa weil das Netz zu spät kam – ist das Absammeln im Hausgarten die wirksamste, günstigste und umweltschonendste Methode. Gehen Sie die Pflanzen regelmäßig ab und kontrollieren Sie dabei gezielt die Blattunterseiten, das Herz der Pflanze und die Blattachseln, wo die Raupen sitzen.

So gehen Sie vor: Streifen oder lesen Sie die Raupen in einen Eimer mit etwas Seifenwasser und zerdrücken Sie die gelben Eigelege an der Blattunterseite. Beim Großen Kohlweißling sitzen Raupen und Gelege gesellig und sind gut zu finden; beim Kleinen Kohlweißling lohnt der genaue Blick ins Herz der Köpfe. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: Wiederholen Sie die Kontrolle alle paar Tage, solange Falter fliegen, damit keine neue Raupengeneration unbemerkt heranwächst. Wie sich der Befall im Hochbeet zeigt und eindämmen lässt, beschreibt ergänzend der Ratgeber Schädlinge im Hochbeet abwehren.

Kohlweißling-Raupen richtig absammeln

  1. 1
    Regelmäßig kontrollieren

    Alle paar Tage die Pflanzen ablaufen, solange Falter fliegen

  2. 2
    Blattunterseiten prüfen

    Hier sitzen die gelben Eigelege und die jungen Raupengruppen

  3. 3
    In Seifenwasser absammeln

    Raupen in einen Eimer mit etwas Seifenwasser streifen

  4. 4
    Eigelege zerdrücken

    Gelbe Eihäufchen zerdrücken oder stark belegte Blätter herausschneiden

Bacillus thuringiensis gegen die Raupen

Reicht das Absammeln bei starkem Befall nicht aus, ist Bacillus thuringiensis (in der Unterart aizawai oder kurstaki) das wichtigste biologische Mittel gegen die Raupen. Dieses natürlich vorkommende Bodenbakterium bildet ein Eiweiß, das gezielt im Darm von Schmetterlingsraupen wirkt. Behandelte junge Raupen stellen den Fraß rasch ein und sterben ab, während Bienen, Marienkäfer, Florfliegen und andere Nützlinge nach derzeitigem Kenntnisstand geschont werden – ein großer Vorteil gegenüber breit wirkenden Insektiziden.

Entscheidend ist das Timing: Bt-Präparate wirken am besten gegen junge Raupenstadien und werden deshalb ausgebracht, sobald die ersten Raupen schlüpfen. Spritzen Sie gleichmäßig auch auf die Blattunterseiten, am besten am Abend, da sich das Mittel bei Sonnenlicht abbaut. Da die Raupen das Mittel fressen müssen, ist eine gute Benetzung des Laubs wichtiger als das Treffen der Tiere.

Präparate mit Bacillus thuringiensis gegen Kohlweißling-Raupen werden in Deutschland von spezialisierten Herstellern angeboten. Bekannt sind unter anderem Neudorff mit „Raupenfrei Xentari” (Bt aizawai), Andermatt Biocontrol sowie Angebote von Compo. Da es sich um ein biologisches, empfindliches Mittel mit begrenzter Haltbarkeit handelt, lohnt sich der frische Bezug über den Gartenfachhandel oder direkt beim spezialisierten Hersteller und die genaue Beachtung von Lager- und Anwendungshinweisen.

Schlupfwespen und natürliche Feinde

Der Kohlweißling hat zahlreiche natürliche Gegenspieler, die Sie gezielt fördern können. Besonders wirksam sind Schlupfwespen: Die Brackwespe Cotesia glomerata parasitiert die Raupen des Großen Kohlweißlings, und winzige Trichogramma-Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eier des Falters, sodass daraus keine Raupe mehr schlüpft. Trichogramma werden als gezielter Nützling auf Kärtchen ausgebracht und sind im Erwerbsgartenbau ein etabliertes Verfahren.

Lebende Trichogramma-Schlupfwespen beziehen Sie frisch bei spezialisierten Nützlings-Versendern; in Deutschland sind unter anderem Re-Natur, Katz Biotech und Sautter & Stepper bekannt. Darüber hinaus fressen Vögel, räuberische Wanzen und Florfliegenlarven Eier und junge Raupen. Fördern lässt sich dieses Heer an Helfern durch einen vielfältigen, naturnahen Garten mit Hecken, blühenden Randstreifen und Verzicht auf breit wirkende Insektizide – wie Sie dieses Gleichgewicht aufbauen, lesen Sie im Ratgeber Nützlinge im Garten fördern.

Mischkultur, Fangpflanzen und Pflanzenstärkung

Auch über die Beetgestaltung lässt sich der Befallsdruck senken. In der Mischkultur werden stark duftende Pflanzen wie Tomaten, Sellerie, Salbei, Thymian oder Pfefferminze zwischen den Kohl gesetzt – ihr Geruch erschwert den Faltern das Auffinden ihrer Wirtspflanzen. Die Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze, die Falter bevorzugt anlockt, sodass der Kohl entlastet wird. Ergänzend stärken Brennnessel- oder Ackerschachtelhalm-Auszüge die Pflanzen und machen sie widerstandsfähiger.

Diese Kulturmaßnahmen ersetzen das Netz und das Absammeln nicht, doch sie senken im Zusammenspiel den Druck spürbar und passen in eine vorbeugende Gesamtstrategie, wie sie der Ratgeber Schädlingsbefall vorbeugen beschreibt.

Methoden im Überblick

Maßnahmen gegen den Kohlweißling im Vergleich

Methode Zielstadium Bester Zeitpunkt Wirkung
Kulturschutznetz Eiablage der Falter Ab dem Pflanzen, vor Befall Sehr hoch, verhindert den Befall vorbeugend
Absammeln Raupen und Eigelege Laufend, solange Falter fliegen Hoch im Hausgarten, aber arbeitsintensiv
Bacillus thuringiensis Junge Raupen Zur Schlupfzeit der Raupen, abends Hoch gegen Raupen, schont Nützlinge
Trichogramma und Schlupfwespen Eier und Raupen Zur Eiablage und im Befallsverlauf Ergänzend, senkt den Druck biologisch
Mischkultur und Fangpflanzen Eiablegende Falter Bei der Beetplanung Störend und ablenkend, kein Vollschutz
Natürliche Feinde Eier und junge Raupen Ganzjährig durch Gartengestaltung Ergänzend, hält den Druck niedrig

Die Tabelle zeigt das Grundprinzip: Das Kulturschutznetz ist die tragende vorbeugende Säule, das Absammeln und Bacillus thuringiensis greifen bei akutem Befall, und Schlupfwespen, Mischkultur sowie natürliche Feinde setzen an verschiedenen Punkten des Lebenszyklus an. Erst die Kombination hält den Kohl zuverlässig grün.

Vorbeugung und Saisonkalender

Vorbeugen heißt beim Kohlweißling vor allem, die Eiablage zu verhindern und früh hinzuschauen. Wer den Kohl von Anfang an mit einem Netz schützt, die Beete mischt, Fangpflanzen setzt und Nützlinge fördert, hält den Befall über die ganze Saison klein.

Saisonkalender: Kohlweißling über das Jahr im Blick behalten

  1. 1
    April bis Mai

    Jungpflanzen früh mit Kulturschutznetz schützen; Mischkultur und Kapuzinerkresse einplanen

  2. 2
    Mai bis Juni

    Erste Falter und gelbe Eigelege beobachten; Eigelege und Raupen absammeln, Blattunterseiten prüfen

  3. 3
    Juni bis September

    Bei Raupenbefall mit Bacillus thuringiensis behandeln, weiter absammeln, Schlupfwespen fördern

  4. 4
    Nach der Ernte

    Ernterückstände und Kohlstrünke entfernen, um Puppen keine Überwinterung zu bieten

Kohlweißling vorbeugen und richtig handeln

  • Jungpflanzen früh mit feinmaschigem Kulturschutznetz schützen
  • Ränder des Netzes dicht schließen, keine Blätter durch die Maschen wachsen lassen
  • Blattunterseiten regelmäßig auf gelbe Eigelege kontrollieren
  • Raupen in Seifenwasser absammeln, Eigelege zerdrücken
  • Bei stärkerem Befall mit Bacillus thuringiensis am Abend behandeln
  • Trichogramma-Schlupfwespen und natürliche Feinde fördern
  • Mischkultur mit Tomaten oder Sellerie und Kapuzinerkresse als Fangpflanze nutzen
  • Nach der Ernte Kohlstrünke und Ernterückstände entfernen

Häufige Fragen

Was hilft am besten gegen den Kohlweißling?

Die wirksamste Strategie kombiniert Vorbeugung und Bekämpfung: Ein feinmaschiges Kulturschutznetz über den jungen Kohlpflanzen verhindert die Eiablage von vornherein. Sind schon Raupen da, hilft das regelmäßige Absammeln der Raupen und der gelben Eigelege an der Blattunterseite, bei stärkerem Befall ergänzt durch ein Präparat mit Bacillus thuringiensis gegen junge Raupen. Schlupfwespen und andere natürliche Feinde senken den Druck zusätzlich.

Wie erkenne ich Kohlweißling-Raupen?

Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gelblich-grün mit schwarzen Flecken und feinen Haaren und sitzen oft gesellig in Gruppen auf der Blattoberseite. Die Raupen des Kleinen Kohlweißlings sind einfarbig samtgrün mit einer feinen gelben Längslinie, leben einzeln und bohren sich gern in das Innere der Kohlköpfe. Vorausgegangen sind gelbe Eier an der Blattunterseite.

Wie werde ich Kohlweißling-Raupen ohne Gift los?

Spannen Sie früh ein engmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlpflanzen, sammeln Sie Raupen und gelbe Eigelege regelmäßig ab und fördern Sie natürliche Feinde wie Schlupfwespen und Vögel. Bei stärkerem Befall ist Bacillus thuringiensis ein biologisches Mittel, das gezielt die Raupen trifft und Bienen sowie Nützlinge schont. Mischkultur und Fangpflanzen wie Kapuzinerkresse runden die Strategie ab.

Hilft Bacillus thuringiensis gegen den Kohlweißling?

Ja. Präparate mit Bacillus thuringiensis (Unterart aizawai oder kurstaki) wirken gezielt gegen die jungen Raupen von Kohlweißling und anderen Schmetterlingen. Behandelte Raupen stellen den Fraß rasch ein und sterben ab, während Bienen, Marienkäfer und viele andere Nützlinge geschont werden. Wichtig ist die Anwendung am Abend auf junge Raupenstadien, auch auf den Blattunterseiten.

Wann tritt der Kohlweißling auf?

Die ersten weißen Falter fliegen je nach Witterung ab April oder Mai. Über den Sommer entwickeln sich meist zwei bis drei Generationen, sodass von Mai bis in den Oktober immer wieder Eier und Raupen am Kohl zu finden sind. Besonders die Sommergenerationen können bei warmem Wetter sehr zahlreich auftreten, weshalb der Kohl über die gesamte Saison kontrolliert werden sollte.

Biologische Mittel wie Bacillus thuringiensis sowie Pflanzenschutz- und Stärkungspräparate sind nach der Gebrauchsanleitung des Herstellers und im zugelassenen Rahmen anzuwenden; beachten Sie Lagerung, Haltbarkeit und Ausbringtermin. Kein Verfahren kann einen völlig befallsfreien Ertrag zusichern – nachhaltige Erfolge stellen sich erst über die Kombination der Maßnahmen ein. Bewahren Sie alle Präparate für Kinder und Haustiere unzugänglich auf; bei Unsicherheit hilft der amtliche Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes weiter.

Weitere Ratgeber

© 2026 wohnschutz.com – Alle Texte, Grafiken und strukturierten Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG). Die auszugsweise oder vollständige Übernahme ist nur mit ausdrücklicher Quellenangabe und einem gesetzten, aktiven Hyperlink auf die jeweilige Originalseite gestattet. Kommerzielle Nutzung, Weiterverbreitung oder Bearbeitung ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt. Bei Verstößen behalten wir uns rechtliche Schritte gemäß § 97 UrhG vor.